Chronik 2021

Am Dienstagmorgen wurde ein 13-jähriger auf dem Schulweg von einer Gruppe junger Männer rassistisch beleidigt. Die fünf oder sechs Täter kesselten den Jungen ein, schubsten ihn unter fortlaufenden rassistischen Beleidigungen und traten auf ihn ein, nachdem er zu Boden ging. Der Staatsschutz Düsseldorf hat die Ermittlungen aufgenommen.

PM Polizei v. 9.12.21

Am Nachmittag randalierte ein 42-Jähriger in einem Mehrfamilienhaus. Er beleidigte einen Nachbarn rassistisch und versuchte, ihn mit einem Staubsaugerrohr zu schlagen. Eine Nachbarin, die versuchte die Situation zu deeskalieren, wurde durch den Täter ebenfalls bedroht. Herbeigerufene Polizeikräfte nahmen den Täter schließlich fest. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

PM Polizei v. 3.12.21

Am Rande einer Kundgebung der AfD im Stadtteil Hörde kam es am Abend zu drei Festnahmen. Bei der Abreise attackierten mehrere Versammlungsteilnehmer, die der Dortmunder Neonazi-Szene zugeordnet werden, antifaschistische Gegendemonstrant*innen. Die Polizei konnte drei Verdächtige festnehmen und ermittelt gegen sie wegen gefährlicher Körperverletzung.

wdr.de v. 1.12.21

Nachdem eine insgesamt 11-köpfige Gruppe von Fußballfans im Bistro eines ICEs auf der Strecke München-Bielefeld von einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn gebeten wurde, nicht im Zug zu rauchen oder mit Wasser herumzuspritzen, griff einer der Fans einen Bahn-Mitarbeiter an, beleidigte ihn rassistisch und droht ihm mit dem Tod. Beim Verlassen des Zuges drohte außerdem ein weiteres Mitglied der Gruppe dem Bahn-Mitarbeiter. Es wurden zwei Strafverfahren eingeleitet, u.a. wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Der Fußballverein kündigte außerdem bereits an, der gesamten "Fan"-Gruppe künftig Stadionverbot zu erteilen.

westfalen-blatt.de v. 29.11.21

Gegen 8:15 Uhr haben sich zwei Männer lautstark und volksverhetzend über eine an einer Gaststätte angebrachte Regenbogenfahne geäußert. Ein 35-Jähriger stellte die Beiden zur Rede und wurde anschließend ins Gesicht geschlagen. Ein Zeuge schritt ein und trennte die Angreifer von der betroffenen Person; der Angegriffene und die beiden Angreifer verließen den Ort daraufhin in unterschiedliche Richtungen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Express.de u. PM Polizei v. 26.11.21

In der Nacht wurden an zwei Corona-Schnelltestzentren Feuer gelegt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 20.000 Euro. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen und prüft, ob die beiden Brände miteinander in Verbindung stehen. In der Nacht wurden an zwei Corona-Schnelltestzentren Feuer gelegt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 20.000 Euro. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen und prüft, ob die beiden Brände miteinander in Verbindung stehen.

rp-online.de u. PM Polizei v. 21.11.21

Gegen 1 Uhr kam es in der Nähe des Bonner Hauptbahnhofes zu einem rassistischen Angriff. Mehrere junge Männer wurden durch einen ihnen Unbekannten rassistisch beleidigt. Als der Täter einen der Betroffenen tätlich angreifen wollte, griff ein anderer Beteiligter ein. Der Angreifer zog darauf ein Messer und drohte den Betroffenen unter positiver Bezugnahme auf den Nationalsozialismus mit dem Tod. Die Betroffenen konnten den Täter schließlich überwältigen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

honnef-heute.de v. 22.11.21

Am frühen Morgen kam es an einer Moschee in Köln zu einer versuchten Brandstiftung. Ein bislang der Polizei noch unbekannter Radfahrer hatte auf einem Gehweg an der Moschee Diesel oder Benzin verschüttet. Angesprochen durch Sicherheitsleute flüchtete der Täter und hinterließ einen halbvollen Kanister sowie mehrere Feuerzeuge. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

migazin.de v. 22.11.21,PM Polizei u. rp-online.de v. 19.11.21

Am späten Abend haben Unbekannte zwei Brandsätze in ein geparktes Auto geworfen und zuvor Symbole in den Lack gekratzt, die nach Polizeiangaben einem Hakenkreuz ähneln sollen. Eine vorbeikommende Zeugin sah zwei dunkel gekleidete Personen flüchten und verständigte  die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

waz.de u. PM Polizei v. 15.11.21

 

In der Nacht zum Mittwoch wurden zwei schlafende Obdachlose aus einem Fahrzeug heraus mit mehreren vollen Flaschen beworfen. Einer der beiden angegriffenen Männer wurde während des Angriffes wach und konnte den letzten Wurf mit seinem Arm abwehren, um so seinen noch schlafenden Freund zu schützen. Er wurde dabei leicht verletzt. Der oder die Täter*in flüchtete nach dem Angriff. Es wurde Anzeige erstattet.

wz.de v. 4.11.21, Unsichtbar e. V. über Facebook v. 2.,3. u. 4.11.21

 

Am späten Abend wurde an das Amtsgericht in Mettmann sowie das Landgericht in Wuppertal ein Drohschreiben per Mail verschickt. Inhalt des Schreibens war eine Bombendrohung gegen die beiden sowie neun weitere Gerichte in NRW. Die betreffenden Gebäude wurden vorsorglich geräumt. In der Nachricht hatte sich der Täter positiv auf einen verstorbenen Funktionär der neonazistischen Szene bezogen.

 rp-online.de v. 9.11.21

In der Nacht auf Mittwoch wurde ein Brandsatz auf den Balkon einer deutsch-türkischen Familie geworfen. Die 48-jährige Mieterin konnte den Brand mit ihren erwachsenen Kindern zusammen löschen, erlitt aber leichte Verletzungen. Ermittlungen wegen versuchten Mordes wurden aufgenommen. Die ermittelten Tatverdächtigen (13 u. 14 Jahre alt) hatten offenbar versucht, den Brandsatz durch eine geöffnete Balkontür zu werfen. In der Nähe des Tatortes wurde außerdem ein Mund-Nasen-Schutz mit nationalsozialistischen Symbolen gefunden.

wdr u. pr-online.de v. 22.10.21

Am Wochenende kam es in Köln zu einem Farbangriff auf eine obdachlose Person. Medienberichten zufolge sprechen Unterstützer*innen von einer Serie von Angriffen, die sich bereits über die letzten zwei Monate erstreckt hat. In ca. zehn Fällen wurden dabei schlafende Obdachlose in der Kölner Innenstadt mit weißer Farbe übergossen. Die Polizei ermittelt bislang in zwei Fällen wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung.

PM Polizei u. rnd.de v. 27.10.2021

Am Morgen wurde ein 24-Jähriger in Ahlen aus einer fünfköpfigen Gruppe heraus rassistisch beleidigt und ein Hund wurde auf ihn gehetzt. Der Betroffene stürzte, als der Hund an ihm hochsprang; konnte aber flüchten, als der Hund schließlich zurückgerufen wurde. Zeug*innen verständigten die Polizei. Rettungskräfte brachten den 24-Jährigen in das Krankenhaus.

Digitaldaily.de v. 11.10.2021; PM Polizei v. 11.10.2021

Am frühen Samstagmorgen wurde an einem Duisburger Lokal der queeren Szene eine angebrachte Regenbogenfahne entzündet. Eine Gefährdung der Personen im Haus wurde dabei mindestens in Kauf genommen. Glücklicherweise gab es neben der verbrannten Fahne keine weiteren Sach- oder Personenschäden. Die Polizei ermittelt.

waz.de v. 11.10.21

In der Nacht brach im Keller eines von ausländischen Arbeitnehmer*innen bewohnten Mehrparteienhauses ein Feuer aus. Wegen der starken Rauchentwicklung im Treppenhaus musste die alarmierte Feuerwehr 17 Menschen retten. Diese blieben zum Glück unverletzt. Bereits sieben Wochen zuvor (7.8.21) hatte es im Keller des Hauses gebrannt und die Feuerwehr hatte neun Bewohner*innen retten müssen. Da ein mögliches „fremdenfeindliches“ Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, wurde in beiden Fällen der polizeiliche Staatsschutz informiert.

PM Polizei v. 27.9.21 u. 9.8.21, rp-online v. 25.9.21

Bei einer Demonstration von Friday for Future fuhr ein Auto auf die Versammlungsteilnehmer*innen zu. Etwa 20 der Demonstrierenden mussten Medienberichten zur Folge ausweichen; das Auto hielt erst, als eine Person aus der Demonstration mit einem Plakat auf die Windschutzscheibe schlug. Aufgrund eines möglichen politischen Hintergrundes hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

PM Polizei v. 21.10.21 u. 22.10.21; wz.de v. 21.10.21

In den frühen Stunden des Sonntagsmorgen legten Unbekannte ein Feuer in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in Siegen. Als die alarmierte Feuerwehr eintraf, hatten zwei 22-jährige Bewohner einer Wohnung im ersten Obergeschoss das Haus bereits unverletzt verlassen können. Der syrische Lebensmittelladen im Erdgeschoss wurde durch das Feuer und die Löscharbeiten völlig zerstört. Der Geschäftsinhaber berichtet von zwei Drohbriefen mit rassistischen Botschaften und einer Morddrohung im August, die er auch der Polizei meldete.

wirsiegen.de v. 21.9.21 u. siegener-zeitung.de v. 22.9.21

Die Bundestagskandidatin der Linken im Kreis Paderborn wurde am Nachmittag von einem Teilnehmer der AFD-Kundgebung in Paderborn angegriffen: Der Mann – so die Angegriffene – sei gezielt auf sie zugegangen, weil er sie vermutlich erkannt habe. Er habe sie körperlich bedrängt und dann ihren Kopf mit dem Ellbogen zurückgeschleudert. Im Krankenhaus stellten die Ärzte ein Hals-Wirbel Trauma fest. Die Politikerin erstattete Strafanzeige und die Polizei stellte noch vor Ort die Personalien des Angreifers fest.

nw.de v. 16.9.21

Am Vormittag wurde in Benrath ein Mann mit einem regenbogenfarbenen Mund-Nase-Schutz von einer Gruppe Jugendlicher erst beleidigt und dann körperlich angegriffen. Der Mann wurde durch drei Jugendliche durch Tritte und Schläge leicht verletzt. Die rund sieben Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren konnten nach dem mutmaßlich homofeindlichen Angriff flüchten. Der polizeiliche Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf und leitete eine Fahndung nach den Tätern ein.

rp-online.de v. 3.9.21

Am späten Freitagabend wurde ein 18-Jähriger, der aufgrund seiner Kippa als Jude erkennbar war, in einer Parkanlage antisemitisch beleidigt und brutal zusammengeschlagen. Rettungskräfte brachten den jungen Mann unter anderem mit einem Jochbein-Bruch in eine Klinik. Bei den Angreifern handelte es sich um eine rund zehnköpfige Gruppe. Zwei Tatverdächtige im Alter von 18 und 19 Jahren konnten nach nur wenigen Stunden festgenommen werden, da die Tat teilweise von einer Polizeikamera aufgezeichnet worden war.

zdf.de v. 22.8.21

Gegen 1:30 Uhr in der Nacht warf eine unbekannte Person einen qualmenden Gegenstand durch ein geöffnetes Fenster einer Geflüchtetenunterkunft in Grefrath Oedt. Dabei wurde zum Glück niemand verletzt. Laut Polizei entstand kein Brand, aber leichter Sachschaden. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

rp-online.de v. 19.8.21

In der Nacht auf Sonntag wurde innerhalb kurzer Zeit ein dritter Brandanschlag auf ein Flüchtlingswohnheim in Goch verübt. Ein Bewohner war wegen des erheblichen Qualms aus dem Fenster gesprungen und hatte sich dabei leicht verletzt. Aus dem Nachbarhaus musste die Feuerwehr 10 Personen über eine Drehleiter evakuieren. Insgesamt 28 Bewohner*innen mussten vorübergehend an einem anderen Ort untergebrachtt werden. Nach drei Brandstiftungen in Flüchtlingsheimen am 5. Mai sowie 4. und 15. August hat die Ermittlungskommission zwei strafunmündige Tatverdächtige ermittelt, die für die Brände verantwortlich sein sollen. Die zwei Kinder (unter 14 Jahren) hatten jeweils nachts Feuer gelegt. Einen…

Ein Essener Lokalpolitiker der Linken ist erneut mit dem Tode bedroht worden. Der 20jährige gebürtige Kurde hatte bereits im Juni eine Drohnachricht via Instagram erhalten. Der Absender der Drohung nennt sich nach dem informellen Geheimdienst der türkischen Militärpolizei JITEM. Der Betroffene erstattete erneut Strafanzeige gegen Unbekannt und erklärte, dass er sich in Deutschland nicht mehr sicher fühle. Er lasse sich aber nicht einschüchtern und forderte ein konsequentes Vorgehen gegen türkische Nationalisten.

anfdeutsch.com v. 29.7.21

Bei einem Aufmarsch in Essen-Stelle bedrohten Mitglieder der sog. „Steeler Jungs“ gezielt gegen Rechts engagierte Menschen, um sie einzuschüchtern: Erst umzingelten und bedrohten dreißig Männer drei Frauen und einen Mann auf einem öffentlichen Platz. Wenig später bedrohte einer der „Steeler Jungs“ Mitglieder des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ und beleidigte eine Anwesende sexistisch. Beide Vorfälle soll die angeblich anwesende Polizei nicht bemerkt haben.

PM des Bündnisses „Mut machen – Steele bleibt bunt“ v. 18.7.21

In der Nacht zum Sonntag ereignete sich vor einem Szenetreff der LGBTQI-Community in Köln ein homofeindlicher Angriff. Zwei Insassen eines PKWs hatten zuvor sowohl das spätere Opfer als auch andere anwesende Männer homofeindlich beleidigt und anschließend den Betroffenen bewusst angefahren. Nach dem Angriff entfernten sich die Täter mit dem PKW vom Tatort. Der Betroffenen erlitt Verletzungen durch den Aufprall und den Sturz. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Medienberichten zufolge berichtete ein Gastronom im Kontext dieses Angriffes von einer Häufung verbaler homofeindlicher Übergriffe.

queer.de u. express.de v. 16.07.2021

In der Nacht steckten Unbekannte in Hochdahl Holzpaletten vor einem afrikanischen Friseursalon in Brand. Das Feuer erfasste die Hausfassade und zerstörte die Fensterscheiben des Geschäftes. Die alarmierte Feuerwehr konnte einen Übergriff der Flammen auf das gesamte Gebäude verhindern und zwei Bewohner aus der darüber liegenden Wohnung in Sicherheit bringen. Für die Betroffenen steht der Brand in einer Reihe von rassistischen Übergriffen: Bereits im Februar und März habe es Eierwürfe gegen die Fassade des Hauses gegeben, später seien Fassade und Fenster mit Parolen beschmiert worden.

PM Polizei v. 9.7.21 u. rp-online.de v. 13.7.21

Am Rande einer Protestaktion gegen Antisemitismus und die Beschädigung von neu verlegten Stolpersteinen in Dorstfeld wurde ein WDR-Reporter von einem Neonazi attackiert. Bereits während der Veranstaltung beobachteten drei Neonazis die Gedenkaktion, die von dem Journalisten mit der Kamera begleitet wurde. Kurze Zeit später schlug einer von ihnen dem Journalisten das Mikrofon aus der Hand und griff in die Kamera. Der Journalist blieb zum Glück unverletzt.

PM Polizei v. 2.7.21, nordstadtblogger.de v. 4.7.21

In der Nacht zu Sonntag wurden drei Bewohner:innen einer Geflüchtetenunterkunft angegriffen und verletzt. Einer der Bewohner hatte zuvor mit mehreren Personen in der Nähe gefeiert und sich in die Unterkunft zurückgezogen, als es unter den Feiernden zu Streitereien kam. Daraufhin schlugen drei bis vier Personen die Tür der Unterkunft ein und griffen zwei Bewohner mit Schlägen und Tritten an. Einer der Angegriffenen wurde dabei leicht, der andere schwer verletzt. Auch eine Frau, die schlichten wollte, wurde angegriffen und leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen des Tathintergrundes in alle Richtungen.

PM Polizei v. 14.6.21

Ein 40-Jähriger aus Brüggen, der ein Arm-Tattoo in hebräischer Schrift trug, wurde am frühen Nachmittag von zwei jüngeren Männern als Jude beschimpft, angespuckt und geschlagen. Der Angegriffene wehrte die Angreifer ab und erlitt leichte Verletzungen. Er erstattete Anzeige bei der Polizei. Der Staatsschutz der Polizei Mönchengladbach übernahm die Ermittlungen.

Nrz.de v. 4.6.21, rp-online v. 6.6.21

Unbekannte rissen in der Nacht von einer katholischen Kirche in Köln-Lindenthal zwei Regenbogenfahnen ab und zündeten sie an. Wenige Tage zuvor hatte die Gemeinde während eines Open-Air-Gottesdienstes gleichgeschlechtliche Paare gesegnet und damit auch das zuvor ausgesprochene Segnungsverbot des Vatikans kritisiert. Der polizeiliche Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf.

queer.de v. 13.5.21

Am frühen Abend wurde die Synagoge in Bonn-Gronau angegriffen. Mehrere Personen bewarfen den Glasbereich um die Eingangstüren mit zwei Steinen und zündeten auf dem Gehweg eine israelische Flagge an. Die alarmierte Polizei nahm drei Männer vorläufig fest, die das Verbrennen der israelische Fahne zugaben. Einer der Männer gab laut Polizei auch zu, einen Stein auf die Synagoge geworfen zu haben. Als Motiv habe er auf die aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt verwiesen.

PM Polizei v. 11.5.21, ksta.de v. 12.5.21

Am Sonntag entzündete ein 37-jähriger Mann in einem Park einen Molotow-Cocktail und warf ihn unvermittelt in Richtung von zwei Familien, die sich dort aufhielten. Diese blieben zum Glück unverletzt. Laut Augenzeugen soll er dabei rassistische Parolen gerufen haben. Die alarmierte Polizei stoppte den zudem mit einem Messer und einem weiteren Molotow-Cocktail bewaffneten Mann mit einem gezielten Schuss ins Bein.

www1.wdr.de v. 19.5.21 u. rundblick-unna.de v. 22.5.21

Am späten Samstagabend veröffentlichte der Revolutionäre Jugendbund, dass nach Beendigung der rechten Kundgebung zwei Antifaschist*innen in der Nähe des S-Bahnhof Essen-West von einem Mitglied der sog. "Steeler Jungs" nach einem kurzen Wortwechsel angegriffen wurden. Eine Person wurde demnach durch eine Kopfnuss im Gesicht so schwer verletzt, dass er aus dem Mund blutete.

agr-essen.de/pressemitteilungen v.3.5.21

Gegen 20 Uhr am Montagabend alarmierten Augenzeug:innen Polizei und Feuerwehr wegen einer starken Rauchentwicklung an einem Übergangswohnheim für Geflüchtete. Ursache war eine vor dem Haus abgelegte Rauchbombe. Personen wurden nicht verletzt. Der polizeiliche Staatsschutz wurde in die Ermittlungen zu den möglichen Tathintergründen eingeschaltet.

solinger-tageblatt.de u. derwesten.de v. 20.4.21

Am frühen Abend wurde ein Taxifahrer am Bahnhof in Hamm von einer 52-jährigen Frau mit einem Messer attackiert. Die Frau soll zunächst im Vorbeigehen den Mittelfinger gezeigt und gegen das Taxi des Deutsch-Türken geschlagen haben. Als er die Frau zur Rede stellte, versuchte diese ihn mit einem aufgeklappten Taschenmesser zu verletzen. Der Angegriffene konnte die Frau überwältigen und festhalten, bis die Bundespolizei eingriff. Neben versuchter gefährlicher Körperverletzung wurde gegen die Frau ein Strafverfahren wegen Bedrohung und rassistischen Beleidigungen eingeleitet.

wa.de u. westfalen-blatt.de v. 12.4.21

In der Nacht zu Sonntag wurde ein 52-Jähriger in der Innenstadt auf seinem Heimweg von einem oder mehreren Unbekannten mit einem Schlag auf den Hinterkopf angegriffen. Passant:innen fanden den Mann verletzt auf dem Gehweg liegend und alarmierten den Rettungsdienst. Dem Angegriffenen sollen seine Lederjacke, seine Kippa und sein Mobiltelefon geraubt worden sein. Da ein antisemitisches Tatmotiv nicht ausgeschlossen ist, übernahm der Staatsschutz der Kölner Polizei die Ermittlungen.

Wz.de v. 6.4.21, express.de v. 12.4.21

Ein junger aus Guinea stammender Mann wurde am Nachmittag von einer 70-75 Jahre alten unbekannten Frau rassistisch beschimpft und vermutlich mit Pfefferspray so stark verletzt, dass er von Sanitätern versorgt und einem Augenarzt untersucht werden musste. Der 20-Jährige hatte auf einer Bank an der Straße gesessen, als er von der Frau ohne erkennbaren Grund angesprochen, beschimpft und mehrfach mutmaßlich mit Pfefferspray besprüht wurde.  

PM Polizei v. 1.4.21

Unbekannte beschmierten – vermutlich in der Nacht auf Sonntag – die Fassade eines Restaurants in Kornelimünster mit einem seitenverkehrten Hakenkreuz und einer rassistischen Parole, die sich auf die Hautfarbe des Inhabers und Kochs bezieht. Der polizeiliche Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen einer „fremdenfeindlichen“ Sachbeschädigung auf und sucht nach Zeug*innen.

www1.wdr.de v. 22.3.21, PM Polizei v. 23.3.21

In der Nacht zu Sonntag wurde ein Taxifahrer mit iranischen Wurzeln in Lüttgendortmund von zwei Männern brutal zusammengeschlagen. Die Angreifer haben den neben seinem Taxi stehenden 55-Jährigen zunächst rassistisch beleidigt. Als der Taxifahrer sie daraufhin ansprach, schlug ihm einer der Angreifer eine Glasflasche auf den Kopf, sodass er zu Boden ging. Beide Angreifer schlugen und traten dann auf ihn ein. Der Verletzte musste mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Zehn 10 Tage nach der Tat wurde ein 33-jähriger Mann als Tatverdächtiger festgenommen, der der rechten Szene in Dortmund angehören soll.

ruhr24.de v. 25.3. u. 1.4.21

In der Nacht wurde die Haustür einer türkeistämmigen Familie im Stadtteil Speldorf mit rassistischen Parolen beschmiert. Die seit Jahrzehnten in dem Haus lebende Familie zeigte sich angesichts der Tat geschockt und sprachlos. Bereits im November letzten Jahren war das Haus und das Auto der ebenfalls türkeistämmigen Nachbarfamilie mit rechten Symbolen und ähnlichen rassistischen Parolen verunstaltet worden. Der oder die Täter*in konnten bislang nicht ermittelt werden.

www.derwesten.de v. 17.3.21

Im Vorfeld einer Versammlung von sog. Impfgegner*innen und einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Personen holte ein laut Polizei der rechten Szene zuzuordnender Mann Pfefferspray hervor und drohte den Einsatz an. Polizeibeamte nahmen den Mann und dessen Begleiter in Gewahrsam und fertigten eine Strafanzeige wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung an.

PM Polizei v. 9.3.21

Eine 26-jährige Mutter, die am Nachmittag mit ihren Kindern zu Fuß in der Stadt unterwegs war, wurde erst mehrfach von einer hinter ihr hergehenden 70-75-jährigen Frau unverständlich und aggressiv angesprochen und rassistisch beleidigt. Dann fasste die Seniorin die fünfjährige Tochter am Oberarm und zerrte diese über die Straße. Das Kind konnte sich jedoch befreien und zu seiner Mutter zurücklaufen. Gleichzeitig schritte eine couragierte Zeugin ein. Die Polizei fahndet nach der bislang unbekannten Angreiferin wegen Beleidigung, Körperverletzung und versuchter Freiheitsberaubung.

PM Polizei u. nw.de v. 3.3.21

Die Polizei durchsuchte die Wohnung eines mutmaßlichen Reichsbürgers im Ortsteil Niers, nachdem Nachbar*innen den Mann wegen Bedrohungen angezeigt hatten. Der Beschuldigte soll immer wieder herumgepöbelt und sie beschimpft haben – zum Beispiel, wenn sie zum Schutz gegen das Coronavirus im Supermarkt eine Maske getragen hatten. Zuletzt soll er Nachbar*innen massiv bedroht und dabei auch von Schusswaffen gesprochen haben. Bei der Durchsuchung wurden keine scharfen Schusswaffen gefunden, aber NS-Devotionalien, eine Gaspistole und eine Armbrust

www1.wdr.de, rp-online.de u. wz.de v. 12.2.21

Ein 16-Jähriger wurde am Nachmittag von einem bislang unbekannten älteren Mann rassistisch beleidigt und mit Pfefferspray bedroht. Dem Unbekannten missfiel, dass der Jugendliche mit seinem Rad auf dem Gehweg fuhr. Als der 16-Jährige entgegnete, dass es ihm auf der Straße wegen der Schneemassen zu gefährlich sei, reagierte der Angreifer mit rassistischen Beschimpfungen. Er zog zudem ein Pfefferspray aus der Tasche und hielt es in Richtung des Jugendlichen, der daraufhin die Polizei alarmierte.

PM Polizei v. 11.2.21

Am Freitagmorgen wurde eine junge Frau auf dem Weg zu ihrem Auto von fünf Unbekannten, darunter eine Frau, angegriffen und rassistisch beschimpft. Einer der Angreifer kam unvermittelt auf sie zu und schlug ihr das Smartphone aus der Hand. Dann wurde sie von der Gruppe zu Boden geschubst und getreten. Alle vier Männer trugen nach Angaben der Betroffenen Glatze, Lederjacke, Tattoos und Springerstiefel.

rp-online.de u. express.de v. 9.2.21

Das Auto eines 38-jährigen Musikers, der sich gegen Rassismus und rechte Hetze einsetzt, wurde massiv beschädigt. Unbekannte schlugen mit einem Ziegelstein die Scheibe ein und hinterließen auf der Fahrerseite einen Zettel mit einer antischwarzen Beleidigung. Der Betroffene war bereits zuvor Zielscheibe von rechten Hackern und Trollen, die er öffentlich bekannt machte.

raptastisch.net  v. 17.2.u. 6.3.21

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