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Chronik 2016

In einem Linienbus wurde ein 27-jähriger Fahrgast mit sog. Migrationshintergrund durch einen 39-Jährigen erst mit rechtslastiger Musik provoziert und dann mit einem Messer bedroht, geschlagen und getreten. Als andere Fahrgäste einschreiten wollten, sprühte eine Begleiterin des Angreifers mit Pfefferspray. Dadurch erlitt eine 15-Jährige starke Augenreizungen. Der polizeibekannte Angreifer konnte festgenommen werden, nach der Mittäterin und einer dritten Person wird noch gefahndet.

Aachener-zeitung.de v. 27.12.16

Unbekannte haben in den Abendstunden offensichtlich versucht, eine zum Abriss bestimmte Asylbewerberunterkunft in Bochum in Brand zu setzen. Die von einem Anwohner alarmierte Polizei entdeckte eine abgebrannte Lunte, die in das Haus führte. Ein Feuer im Flur war bereits erloschen. Darüber hinaus wurden eine eingeschlagene Fensterscheibe sowie eine beschädigte Gasleitung festgestellt.

PM Polizei v. 22.12.16

Unbekannte steckten in der Nacht ein Auto im Stadtteil Horsthausen in Brand und hinterließen ein islamfeindliches Graffiti an der Hauswand der dort wohnenden Besitzer. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte das Feuer bereits auf das Haus der betroffenen Familie übergegriffen. Der Brand konnte relativ schnell gelöscht werden und die Familie blieb zum Glück unverletzt. Die Polizei vermutet ein „fremdenfeindliches“ Motiv hinter dem Brandanschlag.

WAZ v. 21.12.16, PM Polizei v. 29.12.16

In der Nacht zu Samstag wurde ein Hotel im Stadtteil Garath von Unbekannten in Brand gesetzt. Die alarmierte Feuerwehr rettete elf Menschen. Zwei Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Da in dem Hotel früher Geflüchtete untergebracht waren und das Hotel Ausgangs- und Endpunkt mehrerer rechter Demonstrationen war, wurde der polizeiliche Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen.

rp-online.de v. 19. u. 20.12.16

Eine Gruppe Neonazis besetzte am Freitagabend den Turm einer Kirche in der Dortmunder Innenstadt, hängte ein Transparent mit rassistischer Aufschrift über die Brüstung, zündete Pyrotechnik und rief islamfeindliche Parolen. Um die Parolen der Neonazis zu übertönen, ließ die Pfarrerin die Glocken im Turm läuten. Die Polizei nahm sieben Männer im Alter zwischen 24 und 38 Jahren aus Dortmund, Chemnitz, Wuppertal und Düsseldorf sowie eine 26 Jahre alte Frau aus Dortmund vorläufig fest.

rp-online.de v. 17.12.16 u. spiegel.de v. 19.12.16

Der Bocholter SPD-Chef erklärte seinen Rückzug aus der Lokalpolitik. Der Politiker sieht sich seit langem mit rassistischen Beschimpfungen und Bedrohungen per Mail und bei Facebook konfrontiert. Jetzt richteten sich die Hass-Mails aber auch gegen seine Partnerin und die gemeinsame kleine Tochter. Damit sei eine Grenze überschritten und dies könne er als Familienvater auf keinen Fall hinnehmen, so der 35-Jährige in einer persönlichen Erklärung.

Wdr v. 13.12.16, rp-online v. 14.12.16

Unbekannte versuchten am Wochenende, das Pförtnerhaus einer Notunterkunft für Geflüchtete und Wohnungslose in Brand zu setzen. Die Wände des alleinstehenden Holzhäuschens wurden durch entzündetes Benzin angekogelt, sind aber nicht abgebrannt. Personen kamen nicht zu Schaden.

NRZ v. 12.12.16

In der Nacht zu Sonntag besprühten Unbekannte eine katholische Kirche in der Moerser Innenstadt mit einem Hakenkreuz und einem NPD-Schriftzug. Hintergrund der Tat könnte das Konzert „Schalom – Kirche trifft Synagoge“ sein, mit dem am Sonntagabend an die Deportation jüdischer Moerser nach Riga erinnert wurde.

Rp-online.de v. 12.12.16

In der Nacht wurde ein 35-jähriger Dortmunder in einer Gaststätte von zwei polizeibekannten Aktivisten der rechten Szene in Hamm zunächst rassistisch beleidigt und dann körperlich angegriffen. Einer der Angreifer, laut Presse der 29-Jährige Landeschef der Partei Die Rechte, soll versucht haben, dem Dortmunder mit einem Glas ins Gesicht zu schlagen. Andere Anwesende eilten dem Angegriffenen zu Hilfe und erlitten nach Polizeiangaben in der sich anschließenden Schlägerei leichte Verletzungen.

PM Polizei u. wa.de v. 9.12.16

Unbekannte zerstörten in der Nacht mit einer Bordsteinscheibe das Schaufenster des Weltladens. Da zuvor der F(l)airladen im nahegelegenen Remscheid-Lüttringhausen in diesem Jahr mehrfach von solchen Attacken betroffen war, schließen die Ermittlungsbehörden einen Zusammenhang der Taten nicht aus. Der Weltladen in Wermelskirchen ist zwar nicht direkt in der Flüchtlingshilfe aktiv, aber an die Gemeinde und die Flüchtlings-Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ angegliedert.

rga.de v. 2. u. 8.12.16, rp-online.de v. 10.12.16

In der Nacht zu Donnerstag wurde eine zuvor als Notunterkunft für Geflüchtete genutzte Sporthalle in Baesweiler-Setterich in Brand gesetzt. An dem Gebäude entstand erheblicher Sachschaden. Verletzt wurde niemand, da die Unterkunft nicht mehr bewohnt war und sich niemand in der Sporthalle aufhielt.

PM Polizei u. derspiegel.de v. 24.11.16

Unbekannte warfen gegen 18:45 Uhr Böller auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Schmallenberg. Bewohner_innen der Unterkunft hörten einen lauten Knall und sahen einen Roller mit zwei Personen, der in Richtung Dorfmitte davonfuhr. Laut Polizei wurde bei der Attacke niemand verletzt.

PM Polizei v. 22.11.16

In einer Unterkunft für Geflüchtete wurden zwei Schwule aus Afrika von Mitbewohnern angegriffen. Nach Angaben der Initiative "Rainbow Refugees Cologne Support Group" wurden die Angegriffenen mit islamisch-religiös begründeten homofeindlichen Sprüchen beschimpft und mit einer Bierflasche am Kopf und Arm so schwer verletzt, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

queer.de v. 15.11.16

Am Montagabend gegen 23:30 Uhr wurde ein 26-jähriger Dortmunder auf dem Westfalendamm angegriffen und durch Schläge ins Gesicht so schwer verletzt, dass er zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ein unbekannter Mann hatte den gebürtigen Iraker unvermittelt angerempelt, beschimpft und geschlagen. Eine andere Person soll dabei aus einiger Entfernung den Täter durch Zurufe angestachelt haben.

PM Polizei v. 15.11.16

Ein 18-Jähriger wurde gegen 23:00 Uhr im Hauptbahnhof von einem 20-Jährigen zunächst rassistisch beleidigt und dann körperlich angegriffen. Ein Mitarbeiter der Bahnsicherheit konnte den alkoholisierten Angreifer überwältigen. Er ist wegen Volksverhetzung, Landfriedensbruch und mehrerer Gewaltdelikte polizeibekannt.

PM Polizei v. 12.11.16

Eine 40-jährige Duisburgerin wurde am Donnerstagmorgen gegen 8:30 Uhr von einem unbekannten Mann an einer Haltestelle im Stadtteil Obermeidrich aus der Straßenbahn geschubst. Als die Frau zu Boden fiel trat der Angreifer nach ihr und verschwand dann unerkannt. Vor dem Angriff hatte der Mann die Frau rassistisch beschimpft.

PM Polizei v. 11.11.16

Auf vier Bewohner_innen einer Geflüchtetenunterkunft in Lünen wurde vermutlich am späten Samstagabend mit Stahlkugeln geschossen. Die Bewohner_innnen hielten sich in einem Raum im Erdgeschoss auf, als sie dumpfe Geräusche und splitterndes Glas hörten. Die alarmierte Polizei stellte zwei Stahlkugeln im Außenbereich sicher, die nach ersten Ermittlungen vermutlich das erste Fenster der Doppelverglasung durchschlugen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

PM Polizei v. 24.10.2016

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ein 27-jähriger Geflüchteter von einer Gruppe unbekannter Männer angegriffen, bewusstlos geschlagen und schwer verletzt. Die Angreifer waren gegen 3:45 Uhr mit Fahrrädern auf dem Radweg aus Mehrhoog in Richtung Hamminkeln unterwegs. Laut Presse handelt es sich um den bereits dritten Angriff auf einen Geflüchteten in Hamminkeln in diesem Jahr.

PM Polizei u. lokalkompass.de v. 24.10.2016, WDR v. 26.1016

Auf eine Moschee in Wesel wurde am späten Samstagabend ein Brandanschlag verübt. Ein oder mehrere Täter_innen warfen einen Brandsatz gegen die Hausfassade. Dieser prallte von der Wand ab, loderte auf dem Gehweg weiter und wurde dort von einer Passantin gelöscht. In der oberen Etage wohnt der Imam der islamischen Gemeinde.

WDR v. 24.10.2016

In der Nacht zu Freitag wurde ein 28-jähriger Geflüchteter durch ungewöhnliche Geräusche aus dem Schlaf geweckt. Auf der Suche nach der Ursache entdeckte er drei Löcher in zwei Fensterscheiben der im Stadtteil Eschendorf gelegenen Wohnung. Laut Polizei handelt es sich um drei kreisrunde Löcher mit rund 4 mm Durchmesser in den Außenscheiben der Doppelverglasung. Projektile konnten bei der Tatortaufnahme nicht gefunden werden.

PM Polizei v. 23.10.16

Am Donnerstagnachmittag wurden zwei junge Geflüchtete (16 und 17 Jahre) in der Ennepetaler Fußgängerzone von einem 79-Jährigen rassistisch beschimpft und mit einem Messer angegriffen. Laut Polizei soll der alkoholisierte Angreifer mit einem Springmesser gezielt einen Stich in den Gesichtsbereich des 17-Jährigen angesetzt haben. Nur weil der Jugendliche rechtzeitig ausweichen konnte, blieb er unverletzt. Der Betreuer der beiden Minderjährigen konnte anschließend Schlimmeres verhindern.

derwesten.de v. 21.10.2016

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein Geflüchteter auf einem öffentlichen Fest angegriffen. Mit rassistischen Parolen gingen zwei unbekannte Männer auf den Besucher zu, dann sprühten sie ihm etwas in die Augen. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Der polizeiliche Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf.

westfalen-blatt.de v. 16.1016

Am Sonntagnachmittag setzte ein bislang unbekannter Mann Reizgas gegen drei Kinder einer Geflüchtetenunterkunft im Stadtteil Linden ein. Zwischen dem etwa 30-jährigen Mann und den drei Kindern (2, 10, 11 Jahre) soll es vor der Unterkunft zu Streitigkeiten gekommen sein – der Mann fühlte sich vermutlich durch das Lachen der Kinder provoziert. Als die Kinder in das Treppenhaus flüchteten, sprühte der Unbekannte durch ein kleines Fenster Reizgas in den Flur. Die Kinder wurden dadurch leicht verletzt.

PM Polizei v. 16.10.16

Ein Parteitag des SPD-Stadtverbands in Bocholt wurde nach einer Morddrohung abgesagt. Dem SPD-Vorsitzenden der Stadt Bocholt, der sich am Freitag der Wiederwahl stellen wollte, war anonym angekündigt worden: "Wir schlagen dir auf dem Nachhauseweg den Schädel ein." Der Kommunalpolitiker sieht sich seit Jahren immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Beschimpfungen per Mail und bei Facebook konfrontiert, auch der Bürgermeister und Kämmerer der Stadt erhielten seit Beginn der zunehmenden Zahl von Geflüchteten solche Zuschriften.

ksta.de v. 7.10.16, rp-online.de v. 8.10.16

Am Wochenende kam es in Remscheid erneut zu einer Reihe von Sachbeschädigungen an Einrichtungen oder Fahrzeugen von Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren: Das Fenster eines Autos mit einem Aufkleber gegen Rassismus wurde mit einem Stein eingeschlagen, die Schaukästen einer Kirchengemeinde wurden beschädigt und mit einem Stein wurde die Scheibe eines Weltladens zerstört. Die Polizei ordnet die Sachbeschädigungen einer Reihe rechtsmotivierter Straftaten von bislang unbekannten Tätern zu.

PM Polizei v. 4.10.16

Während eines Wohltätigkeitsbasars der DITIB-Gemeinde in Remscheid traf am Nachmittag ein Projektil das Zeltdach eines Pavillons, fiel einer Besucherin auf die Schulter und anschließend einer anderen gegen die Hüfte. Beide Frauen wurden dadurch leicht verletzt. Eine Ermittlungskommission geht u. a. der Frage nach, ob es sich um einen gezielten oder ungezielten Schuss gehandelt hat.

PM Polizei v. 2.10.16

In einem Nachtexpress rief eine Gruppe von vier bis sechs Männern und eine Frau zunächst ununterbrochen und lautstark rassistische Parolen, dann kam es zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen dieser vermutlich rechtsextremen Gruppe und mehreren Personen mit sog. Migrationshintergrund. Das Sicherheitspersonal versuchte einzugreifen, wurde aber ebenfalls von der Gruppe angegangen, die an einer Haltestelle unerkannt flüchten konnte. Drei Zeugen erlitten leichte Verletzungen.

PM Polizei v. 3.10.16

Am Freitag wurde ein Info-Stand der DKP Dortmund im Stadtteil Dorstfeld Ziel eines Angriffs der dort ansässigen Neonazis. Zunächst versuchten stadtbekannte Neonazis die Betreiber des Standes zu provozieren und einzuschüchtern. Wenig später sprühte ein junger Mann, der bis dahin nicht in Erscheinung getreten war, zwei DKP-Mitgliedern Reizgas ins Gesicht und flüchtete unerkannt. Bei einem der Angegriffenen war die Verletzung so gravierend, das er sich ambulant im Krankenhaus behandeln lassen musste.

Erklärung der DKP Dortmund u. PM Polizei v. 30.9.16

Im Umfeld der Demo der rechten Initiative „Bürger gegen Politikwahnsinn“ kam es zu mehreren Übergriffen: Laut Initiative „Willkommen in Oberhausen“ wurden bereits an den Tagen zuvor das Büro der Stadtratsfraktion „Linke.Liste“ und ein Jugend- und Kulturzentrum angegriffen. Im Vorfeld der angemeldeten Versammlung führten dann rund 50 HoGeSa-Neonazis faktisch eine eigene Demo durch die Innenstadt durch, bei der Passant_innen massiv eingeschüchtert wurden. Nach Recherchen von „Sechel“ wurden nach der Demo Geflüchtete im Oberhausener Bahnhof attackiert. Im Dortmunder Hauptbahnhof griffen dann laut Bundespolizei vier Teilnehmende der rechten Demo fünf Personen aus dem „linken Spektrum“ mit...

Nach der Teilnahme an der rechten Demo „Bürger gegen Politikwahnsinn“ in Oberhausen griffen am Abend vier polizeibekannte Rechte aus Dortmund mehrere Personen der linken Szene im Dortmunder Hauptbahnhof an. Die Angreifer rannten gezielt mit zum Schlag ansetzenden Fahnenstangen auf vier junge Männer und eine Frau zu, konnten aber durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Bahn gestoppt werden. Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen nach einem Zeugenhinweis drei der Tatverdächtigen in einer abfahrbereiten S-Bahn fest.

PM Bundespolizei v. 29.9.16

Am späten Samstagabend bewarfen drei Männer aus einem Auto heraus mehrfach eine Unterkunft für Geflüchtete mit Eiern. Ein Kind wurde getroffen, blieb aber zum Glück unverletzt. Die alarmierte Polizei konnte aufgrund von Zeugenhinweisen einen Kleinwagen ermitteln, in dem drei tatverdächtige Männer im Alter von 18, 20 und 27 Jahren aus Versmold saßen.

Noz.de v. 26.9.16

Unbekannte befestigten in der Nacht einen gespaltenen Schweinekopf am Zaun einer im Bau befindlichen DITIB-Moschee im Essener Stadtteil Altenessen. Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ rief zu einer Mahnwache vor Ort auf und der Essener Oberbürgermeister verurteilte den Versuch, „Muslime in unserer Stadt einzuschüchtern und sie in ihren religiösen Gefühlen zu kränken.“

 WAZ v. 18.9.16

Nach einem Brand in einer als Flüchtlingsunterkunft genutzten ehemaligen Schule in Petershagen ermittelt der Staatsschutz wegen Verdachts auf schwere Brandstiftung, bei dem ein fremdenfeindliches Motiv nicht ausgeschlossen ist. Unbekannte hatten einen Sessel vor die hölzerne Eingangstür gestellt und in Brand gesetzt. Gegen 5 Uhr morgens hatte eine Frau das Feuer entdeckt, das bereits auf die Tür übergegriffen war, und die Polizei alarmiert. Ein 50-jähriger Bewohner und eine sechsköpfige Familie aus Armenien, die im Obergeschoss wohnt, konnten das Gebäude unverletzt verlassen.

PM Polizei u. Westfälische Nachrichten v. 15.9.16

In Höxter haben Unbekannte am Wochenende versucht, an einer türkischen Moschee ein Feuer zu legen. Sie zündeten einen laminierten DIN-A-4 Zettel an, der sich an der Eingangstür der Moschee befand. Der entstandene Schaden blieb gering. Der Staatsschutz der Polizei wurde in die Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung eingeschaltet.

PM Polizei v. 7.10.16

Auf eine von 14 Geflüchteten bewohnte Unterkunft im Ortsteil Flammersbach wurde ein Brandanschlag versucht. Unbekannte versuchten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine Scheibe einzuschlagen und das Gebäude mit einer brennbaren Flüssigkeit anzustecken. Bewohner_innen entdeckten erst am folgenden Tag Rußspuren an der Außenfassade. Polizei und Staatsschutz ermitteln wegen versuchten Mordes und versuchter Brandstiftung.

siegener-zeitung.de v. 12.9.16

Ein Unbekannter warf in den frühen Morgenstunden zwei Pflastersteine durch die Schaufensterscheiben eines Handyshops im Bonner Ortsteil Kessenich. Die Fassade des Geschäftes wurde überdies mit rechtsextremen Symbolen und Parolen beschmiert. Wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde der polizeiliche Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen.

express.de v. 7.9.16

Vier Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren planten laut Staatsanwaltschaft bei einem Trinkgelage, loszuziehen, um Flüchtlinge zu jagen. Im Ortszentrum trafen sie auf drei Geflüchtete, die sie beleidigten, bedrohten und mit Steinen bewarfen. Die drei Angegriffenen konnten fliehen. Auf dem Parkplatz eines Getränkemarktes griffen sie dann mit extremer Brutalität einen Bekannten an, den sie dort zufällig antrafen. Der Angegriffene, ein 40-jähriger Familienvater, wurde schwerst verletzt und starb neun Tage später an einem Schädel-Hirn-Traum.

rundschau-online.de v. 22.12.16, express.de, 1.wdr.de , ksta.de v. 11.4.17

Auf eine im Bau befindliche Geflüchtetenunterkunft in Nettetal haben Unbekannte am 27. bzw. 29. August Steine geworfen. Die dort arbeitenden Menschen wurden zum Glück nicht verletzt, sie wollten aber nicht weiterarbeiten und wurden durch andere Arbeiter ersetzt. Bereits zuvor hatte eine erste Baufirma gekündigt, nachdem Arbeiter "ständig fotografiert, sie teilweise bedroht und die Einfahrt versperrt war", so ein Vertreter der Bauherren. Gegen die Unterkunft haben sich Anwohner zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.

Rp-online.de v. 20.9.16

Zwei Mitarbeiter (23 und 24 Jahre) eines anarchistischen Buchladens wurden am Samstagabend nach Verlassen ihres Ladenlokals von drei Dortmunder Neonazis zunächst verbal beschimpft und beleidigt, dann flog eine Bierflasche in Richtung des 23-Jährigen, die zum Glück ihr Ziel verfehlte. Bis zum Eintreffen der Polizei wirkten unter anderem andere Passanten deeskalierend auf die Angreifer_innen ein, um eine körperliche Auseinandersetzung zu verhindern.

PM Polizei u. nordstadtblogger.de v. 28.8.16

In einem Linienbus wurde am Abend ein 17-jähriger Jugendlicher aus Guinea erst rassistisch beleidigt und dann mit einem Messer bedroht. Bei der körperlichen Auseinandersetzung wurde der 17-Jährige leicht verletzt. Die von der Busfahrerin alarmierte Polizei konnte den 26-jährigen Angreifer festnehmen. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen Beleidigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung sowie eine Anzeige wegen Beleidigung (der Polizei) erstattet.

PM Polizei v. 21.8.16

Zwei Teilnehmende einer Demonstration gegen rechte Gewalt in Dortmund wurden durch Angriffe mit Pyrotechnik verletzt. Laut einer Anmelderin erlitt eine Frau eine Fleischwunde am Unterschenkel, ein weiterer Demonstrant ein Knalltrauma. Vermutet wird, dass die Böller aus einer von Nazis bewohnten Wohnung heraus auf die Menge der Demonstrierenden geworfen wurden.

derwesten.de v.20.8.16

Am Sonntagnachmittag wurde ein Dortmunder Antifaschist, der Mitglied der Linksjugend ['solid] ist, in der Nähe seiner Wohnung von drei Vermummten angegriffen und mit einem Messer verletzt. Die Angreifer stiegen aus einem Auto und schlugen auf ihn ein. Einer der Angreifer zog ein Messer und stach zwei Mal zu. Dem Angegriffenen gelang es, trotz einer Stichverletzung im Bauchbereich zu flüchten. Er war bereits am 1. August angegriffen worden und hatte gegen die von ihm erkannten Nazis Anzeige erstattet. Seitdem tauchten immer wieder Nazis vor seiner Haustür auf.

Dortmund stellt sich quer v. 15.8.16, PM Polizei v. 16.8.16, sozialismus.info v. 17.8.16

Der Lotsenpunkt der Caritas, dessen Mitarbeiter_innen sich auch in der Flüchtlingshilfe engagieren, wurde erneut Ziel einer mutmaßlich flüchtlingsfeindlichen Attacke: Ein Unbekannter warf am späten Abend einen massiven Betonstein in das Schaufenster der Einrichtung. Ein Augenzeuge berichtete von einem maskiertem Mann, dessen Gesicht nicht erkennbar war.

Rp-online.de v. 15.8.16

Unbekannte haben am Freitagmorgen ein derzeit leerstehendes Wohnhaus in Brand gesetzt, in das bald mehrere rumänische Familien einziehen sollten. Das Haus wurde durch die Brandstiftung unbewohnbar. Auf die Hauswand wurde eine rassistische Parole gesprüht, die sich offensichtlich gegen die neuen Mieter_innen richtete.

PM Polizei v. 5.8.16

Ein Mann bedrohte am Abend mehrere Bewohner_innen einer Unterkunft für Zuwanderer im Ortsteil Oldinghausen, dabei zeigte er auch den Hitler-Gruß. Etwa zwei Stunden später erschien er wieder vor dem Haus und warf mit faustgroßen Steinen auf Fenster und anwesende Bewohner_innen. Ein Stein verfehlte nur knapp den Kopf eines Mannes.

PM Polizei v. 19.8.16

Eine Gruppe rechter Hooligans aus Dortmund, die zu einer u. a. von Pro-NRW organisierten Demonstration in Köln anreisten, randalierten am Vormittag in einem Regionalzug bei Leverkusen und verletzten einen Fahrgast. Nach der Kundgebung wurden acht antifaschistische Gegendemonstrant_innen auf einem Bahnsteig im Kölner HBF von rund 40-50 Nazis aus dem Spektrum „Die Rechte“ mit Schlägen und Tritten angegriffen. Eine Person wurde durch einen Angriff mit einer Fahnenstange und Faustschläge verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Dortmund stellt sich quer v. 31.7.16, ksta.de v. 4.8.16, sozialismus.info v. 11.8.16

Wegen einer Bombendrohung mussten Geflüchtete einer Unterkunft in Einruhr (Gemeinde Simmerath) über mehrere Stunden evakuiert werden. Ein Anrufer hatte am Nachmittag angekündigt, dass in Kürze in der Unterkunft eine Bombe explodieren würde. Die Polizei durchsuchte mit Sprengstoffspürhunden die Räume, fand aber nichts Verdächtiges.

Aachener-zeitung.de u. Eifeler Zeitung v. 26.7.16

Aus einer Gruppe von rund 25 rechten Hooligans, die sich am Abend in Köln-Kalk zu einer Kundgebung versammelten, wurde eine Person aus dem Antifa-Spektrum attackiert, die das Geschehen beobachtete. Vier Hooligans griffen mit einem Schraubenschlüssel bewaffnet an, konnten aber mittels Pfefferspray abgewehrt werden, sodass der Angegriffene nicht verletzt wurde.

Rotezeit.online v. 25.7.16

Ein aus Pakistan stammender 26-jähriger Geflüchteter wurde am frühen Samstagabend von drei bislang unbekannten Männern zunächst verbal beschimpft und dann körperlich angegriffen. Der 26-Jährige wurde dabei durch ein Messer leicht am Unterarm verletzt und musste im Krankenhaus ambulant versorgt werden. Die Polizei fahndet nach den drei Angreifern (etwa 20-25 Jahre) wegen gefährlicher Körperverletzung.

PM Polizei v. 25.7.2016

Ein 19-jähriger Afrikaner wurde am Sonntagnachmittag in einer S-Bahn von einem offensichtlich alkoholisierten Mann angespuckt und geschlagen. Mitreisende alarmierten die Polizei, die den 64-jährigen Täter mit Hilfe von Zeug_innen in der Nähe des Hauptbahnhofes ermitteln und in Gewahrsam nehmen konnte.

PM Polizei v. 18.7.16

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es an einem Nebengebäude einer Moschee in Bochum-Langendreer zu einer versuchten Brandstiftung. Ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge zündelten unbekannte Täter von außen am Gebäude. Es entstand dadurch geringer Sachschaden. Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen wird, übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen.

PM Polizei v. 4.7.16

Zwei unbekannte Täter_innen haben am Mittwochmorgen mit einer Luftpistole auf Bewohner einer Geflüchtetenunterkunft geschossen. Ein Bewohner sagte aus, dass er vor seinem Fenster zwei Personen gesehen habe, die eine Waffe gezückt und auf ihn gezielt hätten. Durch einen Schuss auf einen Bewohner im Nachbarzimmer wurde zum Glück nur ein Regal beschädigt. Die Polizei stellte am Tatort eine Kugel sicher, die vermutlich aus einer sog. Soft-Air-Pistole stammt.

rp-online.de v. 24.6.16

Ein 32-jähriger Dortmunder wurde am späten Abend an einer Bushaltestelle von vier unbekannten Männern angesprochen, angepöbelt und rassistisch beschimpft. Einer der Angreifer warf zudem eine brennende kleine Auto-Fahne in Richtung des Dortmunders, die ihn aber zum Glück verfehlte, sodass er unverletzt flüchten konnte.

PM Polizei u. radio912.de v. 16.6.16

Ein 17 Jahre alter Kölner steht im dringenden Verdacht, den Brandanschlag auf ein von Geflüchteten bewohntes Pfarrhaus in Köln-Röndorf verübt zu haben. Gegen 4.40 Uhr waren in dem Pfarrhaus Gegenstände in Brand gesetzt worden, es entstand schwerer Sachschaden. Zum Glück befand sich die acht-köpfige Familie aus dem Irak zum Brandzeitpunkt nicht im Gebäude. Dem Tatverdächtigen kam die Polizei im Zuge eines Raubüberfalls und eines Einbruchsversuchs am 19.6.16 auf die Spur, Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv gibt es laut Polizei nicht.

PM heilige-drei-koenige.de u. ZEIT v. 11.6.16, PM Polizei v. 24.6.16

Gemeindemitarbeiter entdeckten am Freitagmorgen eine eingeschlagene Scheibe und Rußspuren an einem Wohncontainer einer geplanten Geflüchtetenunterkunft in Neunkirchen-Seelscheid. Eine erste Spurensicherung ergab, dass Unbekannte eine vermutlich mit Brandbeschleuniger gefüllte Flasche ins Innere geschleudert hatten. Es kam zu einem Brand, der sich aber nicht weiter ausbreitete.

Ksta.de u. focus.de v. 10.6.16

Am Sonntagabend wurde ein 23-Jähriger in seinem geparkten PKW von einem offensichtlich alkoholisierten 31-jährigen Mann aus Wachtendonk unvermittelt mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Als der 25-jährige aus dem Irak stammende Beifahrer aus dem Pkw ausstieg, um beruhigend auf den Angreifer einzuwirken, wurde er zu Boden gestoßen. Dabei rief der Angreifer mit ausgestrecktem Arm den Hitlergruß. Die von Zeug_innen alarmierte Polizei nahm den 31-jährigen Tatverdächtigen fest. Er ist der Polizei wegen anderer Gewaltdelikte bekannt.

PM Polizei u. rp-online.de v. 6.6.16

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde eine geplante Geflüchtetenunterkunft in Münster-Hiltrup in Brand gesetzt. Bereits am 28.4.16 war in dem Gebäude Feuer gelegt worden. Die Polizei nahm am Sonntag einen 23-jährigen Hiltruper unter dem dringenden Tatverdacht der vollendeten Brandstiftung in zwei Fällen fest. Der Beschuldigte hat die Taten eingeräumt und angegeben, dass er damit den Einzug von Geflüchteten habe verhindern wollen.

Derwesten.de v. 4.6.16 u. PM Polizei v. 6.6.16

In einem Wirtschaftsraum einer Notunterkunft für Geflüchtete in Schloß Holte-Stukenbrock wurde am Montagabend ein Feuer entdeckt. Ein Bewohner wurde bei dem Versuch, den Brand zu löschen, schwer, zwei weitere Bewohner leicht verletzt. Sie wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Das Gebäude ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Polizei wertete die Tat als fremdenfeindlich motivierte Brandstiftung.

die-glocke.de v. 24.5.16 u. Landtag NRW DS 16/12634

Ein in Dortmund lebender Jugendlicher (17) aus Guinea wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag in Dortmund-Dorstfeld von einem Neonazi mit einem Gürtel bedroht. Ein Zeuge alarmierte kurz nach Mitternacht die Polizei, die einen 35-jährigen Tatverdächtigen festnehmen konnten, der beim Eintreffen der Zivilstreife zu einer mehrköpfigen Personengruppe aus dem rechten Spektrum gerannt war.

PM Polizei v. 23.5.16

Gegen 3 Uhr in der Nacht wurde eine Unterkunft für Geflüchtete in Geldern mit Feuerwerkskörpern beschossen. Als Tatverdächtige ermittelte die von einem Zeugen alarmierte Polizei eine 38-jährige Frau und einen 54-jährigen Mann aus Geldern. Die Frau räumte das Zünden der Raketen ein, gab aber an, nicht gezielt die Unterkunft beschossen zu haben. Da ein fremdenfeindliches Motiv nicht ausgeschlossen wurde, wurde der polizeiliche Staatsschutz informiert.

rp-online.de v. 18.5.16

Der Sicherheitsdienst einer Notunterkunft für Geflüchtete in Lippstadt wurde gegen 3 Uhr in der Nacht auf eine Gruppe von rund zehn, teilweise vermummten Personen aufmerksam. Als die Gruppe die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sah, flüchtete sie vom Grundstück. Dabei soll einer der Tatverdächtigen mehrfach mit einer mutmaßlichen Schreckschusswaffe in Richtung der Mitarbeiter geschossen haben.

PM Polizei v. 18.5.16

In Neuss wurde in der Nacht ein Brandanschlag auf einen türkischen Imbiss verübt. Zeug_innen hatten gegen 4 Uhr einen bislang unbekannten Mann beobachtet, der mit einem Gullydeckel die Scheibe und die gläserne Tür des Geschäftes einschlug und einen Brandsatz ins Innere warf. Wegen eines möglichen politischen Hintergrundes des Anschlages, wurde der polizeiliche Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen.

PM Polizei v. 13.5.16, rp-online.de v. 14.5.16

Drei unbekannte Männer drangen gegen 20 Uhr in eine Unterkunft für Geflüchtete in Ennigerloh ein, warfen in einem Wohnraum Möbel um und griffen zwei Bewohner mit Stühlen an. Dabei wurde ein 31-jähriger Bewohner leicht verletzt. Die Täter flüchten unerkannt.

PM Polizei v. 12.5.16

In Remscheid-Lennep wurden am Wochenende die Schaufensterscheibe einer Caritas-Einrichtung und ein Fahrzeug der Diakonie Remscheid durch Steinwürfe beschädigt. Außerdem wurde ein Auto mit dem Aufkleber "refugees wellcome" beschädigt. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit ähnlichen Vorfällen am Flair Weltladen in Lüttringhausen (Januar und Februar) und schließt einen politischen Hintergrund der Tat nicht aus, da sich die betroffenen Einrichtungen in der Flüchtlingshilfe engagieren.

PM Polizei v. 2.5.16, rp-online v. 3.5.16

Handwerker einer seit drei Monaten im Bau befindlichen Unterkunft für Geflüchtete im Stadtteil Hiltrup nahmen am Donnerstagmorgen Brandgeruch wahr und verständigten Polizei und Feuerwehr. In beiden Etagen war mit Brandbeschleuniger Feuer entzündet worden, aus dem Inneren des Gebäudes drang Rauch nach außen. Mehrere Türen und Fenster waren eingeschlagen.

PM Polizei u. wn.de v. 28.4.16

In einer Unterkunft für Geflüchtete im Ortsteil Aldekerk wurde in der Nacht gegen 4:00 Uhr ein Teppich auf dem Flur in Brand gesetzt. Zwei 31- und 32-jährige Bewohner und ein vierjähriges Kind wurden auf Grund des Verdachtes leichter Rauchgasvergiftungen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Als Tatverdächtige ermittelte die Polizei eine 36-jährige Frau, die die Tat in ersten Vernehmungen einräumte.

RP-online v. 26.4.16 u. PM Polizei v. 30.4.16

Am Samstagabend attackierte ein alkoholisierter 25-Jähriger auf einem Parkplatz am Essener Hauptbahnhof einen 38-Jährigen. Nach Zeugenaussagen wurde der 38-Jährige erst rassistisch beleidigt und dann angegriffen. Bei Eintreffen der Polizei wurde der Angreifer bereits durch mehrere Personen festgehalten. Er soll der Polizei wegen zahlreicher Gewaltdelikte bekannt sein.

PM Polizei v. 21.4.16

Am frühen Sonntagmorgen wurde ein 26-jähriger Syrer aus Ratingen vor einem Lokal von vier Personen mit rassistischen Parolen verbal angegriffen. Als ein 21-jähriger Ratinger dem jungen Mann zu Hilfe kam, wurde er von den Angreifern körperlich attackiert und im Gesicht verletzt. Zudem wurde ihm die Geldbörse entwendet. Die alarmierte Polizei konnte die vier Tatverdächtigen aus Ratingen, Duisburg und Bocholt noch am Tatort in Gewahrsam nehmen.

PM Polizei v. 17.4.16

Durch einen Bombenanschlag auf den Sikh-Tempel in Essen wurden am Samstagabend drei Menschen verletzt. Der 60-jährige Priester der Gemeinde musste mit schweren Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelte als Tatverdächtige zwei 16-Jährige, die die Tat in ersten Vernehmungen teilweise gestanden. Sie sollen laut Essener Polizei klare Bezüge zur islamistischen Terrorszene haben.

WAZ v. 17.4.2016, FAZ v. 24.4.16

Gegen 21:30 Uhr betrat ein bislang unbekannter Mann einen Supermarkt in Viersen und zeigte dort mindestens zweimal den Hitlergruß. Wenige zu diesem Zeitpunkt noch anwesende Kund_innen mit Migrationshintergrund wurden von dem etwa 40 bis 50 Jahre alten Mann rassistisch beschimpft, beleidigt und bedroht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

PM Polizei v. 22.4.16

Am Rande eines Konzerts in der Düsseldorfer Konzerthalle „Stahlwerk" wurde laut Zeugenaussagen ein Merchandise-Verkäufer einer der Bands aufgrund eines "Gegen Nazis"-Aufnähers auf seiner Kleidung von einem Mann angegriffen. Als andere Besucher dem Opfer zur Hilfe kamen, sei es zu Angriffen durch weitere Personen gekommen. Insgesamt wurden drei Personen verletzt, zwei von ihnen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Opfer sollen als "linke Schweine" bezeichnet worden sein.

wdr v. 11.4.16

Unbekannte Täter besprühten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das Auto einer Grevenbroicher Familie mit rassistischen und rechten Parolen. Die Betroffenen und die Polizei gehen aufgrund der Tatumstände davon aus, dass es sich um eine gezielte Tat handelt und der oder die Täter die Familie kennen. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen einer fremdenfeindlich motivierten Straftat auf.

rp-online v. 6.4.16, Express v. 8.4.16

Bei dem Pegida Aufmarsch in Duisburg wurden am Montag mehrere Gegendemonstrant_innen angegriffen. Ein freier Journalist, der von vier Nazis angegriffen und geschlagen wurde, kritisiert, dass die Polizei die Täter ohne Personalienaufnahme gehen ließ, ihm hingegen ein Platzverweis erteilt wurde. Er erstattete später auf dem Präsidium Anzeige.

Facebook,Crème Critique v. 5.4.16

Ein 18-Jähriger hat in der Nacht sieben Mal mit einem Luftgewehr auf drei Fensterscheiben einer Geflüchtetenunterkunft geschossen. Der Angreifer konnte kurz nach der Tat verhaftet werden und gab an, er habe den Bewohnern Angst einjagen wollen. Zur Tatzeit standen zum Glück keine Menschen hinter den Scheiben, sodass niemand verletzt wurde.

Lz.de v. 2.4.16

Vier Männer griffen gegen 1 Uhr in der Nacht eine Unterkunft für Geflüchtete in Ruppichteroth an. Sie drangen in die nicht abgeschlossene Eingangstür des im Ortsteil Ahe gelegenen Hauses ein, randalierten und zerschlugen die Glasscheibe einer Tür. Die alarmierte Polizei konnte einen 21-Jährigen festnehmen, die anderen Täter flüchteten unerkannt. Laut Presse gibt es unterschiedliche Aussagen zu der Frage, ob bei dem Angriff auch rechte Parolen gerufen wurden.

Broeltal.de v. 31.3.16

Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens beobachteten in der Nacht drei Unbekannte, die Hakenkreuze auf Container einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft sprühten. Bei dem Versuch, einen der Täter festzuhalten, wurde einer der Zeugen durch einen Schlag ins Gesicht verletzt. Die Täter konnten unerkannt flüchten.

PM Polizei v. 23.3.16

In der Nacht zu Sonntag bemerkte eine Anwohnerin einen brennenden Müllcontainer an einer Geflüchtetenunterkunft. Die alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer löschen, sodass nur Sachschaden entstand und keine Menschen verletzt wurden. Die Ermittlungsbehörden stuften die Tat als schwere fremdenfeindlich motivierte Brandstiftung ein, die sich gegen die Asylunterkunft richtete.

PM Polizei v. 22.3.16 u. Landtag NRW DS 16/12201

Auf ein als Asylunterkunft genutztes Mehrfamilienhaus in Eslohe wurde ein Brandanschlag verübt. Ein oder mehrere Täter_innen legten gegen 20 Uhr am Samstagabend einen vermutlich mit Brandbeschleuniger gefüllten Behälter vor dem Zugang des Hauses ab und entzündeten diesen. Zuvor hatte ein Täter vor dem Haus randaliert und dabei einen Briefkasten abgerissen. Der Brand wurde zum Glück sofort entdeckt und konnte gelöscht werden.

PM Polizei v. 21.3.16 u. Landtag NRW DS 16/12201

In der Nacht von Freitag auf Samstag zerschnitten unbekannte Täter_innen Dachplanen von zwei Leichtbauhallen in Grevenbroich, in die bald Geflüchtete einziehen sollten. Dadurch entstand erheblicher Sachschaden. Der Staatsschutz Düsseldorf hat die Ermittlungen aufgenommen, weil ein „fremdenfeindlicher" Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen ist.

PM Polizei v. 12.3.16, rp-online v. 14.3.16

In der Nacht zu Sonntag pöbelte eine sechs- bis siebenköpfige Gruppe gegen 2.00 Uhr vor einer Geflüchtetenunterkunft in Vreden. Die Angreifer_innen riefen lautstark rassistische Parolen, warfen Flaschen gegen die Hauswand und klingelten bei den Bewohne_innen. Die Bewohner_innen flüchteten aus Angst ins Obergeschoss des Hauses. Vor dem Eintreffen der Polizei flüchten die Angreifer_innen unerkannt.

Wn.de v. 9.3.16

Der Sicherheitsdienst einer Flüchtlingsunterkunft im Düsseldorfer Stadtteil Urdenbach alarmierte am frühen Samstagmorgen die Polizei, weil mehrere Personen mit einem Geländewagen mehrfach an der Unterkunft vorbeifuhren, pöbelten und den Hitlergruß zeigten. Die Polizei nahm anschließend zwei Heranwachsende in Gewahrsam, gegen die u. a. wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole, Unfallflucht und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt wird.

PM Polizei v. 6.3.16

Ein 24-jähriger Dortmunder mit tunesischem Migrationshintergrund wurde gegen 22:30 Uhr in der Dortmunder Innenstadt angegriffen. Er wurde von einem Mann aus einer vier-köpfigen Gruppe junger Männer heraus unvermittelt körperlich angegriffen, dabei rief der Angreifer rassistische Parolen. Nach Angaben des 24-Jährigen wurde er mehrfach gegen den Kopf getreten, erst als der Angreifer mit einer Bierflasche auf ihn einschlagen wollte, sei dieser von seinen Bekannten zurückgehalten worden. Der 24-Jährige musste nach Angaben der Polizei ambulant ärztlich behandelt werden.

PM Polizei u. ksta.de v. 6.3.16

Unbekannte zerstörten in der Nacht von Montag auf Dienstag vier Fensterscheiben der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Kleve durch Steinwürfe. Der Staatsschutz der Polizei Krefeld hat die Ermittlungen übernommen, für Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing kann es sich laut Presse aber auch um einen "Dumme-Jungen-Streich" gehandelt haben.

PM Polizei v. 2.3. und kurier-am-Sonntag v. 5.3.16

An einer Flüchtlingsunterkunft im Neusser Stadtteil Rosellen wurden drei kleine Löcher an einer Seitenscheibe festgestellt, bei denen es sich nach ersten Einschätzungen um Beschädigungen durch Luftgewehr-Diabolos gehandelt haben könnte. Verletzt wurde zum Glück niemand.

PM Polizei u. express v. 2.3.16

Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag durch ein auf Kipp stehendes Fenster einen Chinaböller in eine bewohnte Asylunterkunft geworfen. Durch die Explosion zerbrach die Scheibe der Gemeinschaftsküche, in der zur Tatzeit gegen 2 Uhr morgens zum Glück niemand anwesend war, sodass keine Menschen verletzt wurden.

Rp-online.de u. wn.de v. 29.2.16

Bereits zweimal wurden in diesem Jahr die Schaufensterscheiben einer ökumenischen Initiative in Remscheid zerstört. Aufgrund einer Art „Bekennerschreiben" schließt die Polizei eine politisch motivierte Tat Rechter nicht aus. Die Initiative engagiert sich für einen fairen Nord-Süd-Ausgleich und ist Mitglied im Bündnis Remscheid tolerant.

PM Polizei v. 22.2.16, rga v. 29.2.16

Zwei Männer gaben in der Nacht vor einer Geflüchtetenunterkunft mehrere Schüsse ab und drangen dann in das Gebäude ein. Ein Bewohner, der durch die Schüsse aufgeschreckt war und den Männern im Flur begegnete wurde von diesen beschossen. Er blieb jedoch unverletzt, da es sich um eine Schreckschusswaffe handelte. Die Täter warfen noch einen Feuerlöscher in den Flur und verließen das Gebäude. Die Polizei konnte wenig später zwei Tatverdächtige im Alter von 25 und 26 Jahren festnehmen.

www1.wdr.de v. 14.2.16

Ein evangelischer Pfarrer wurde am späten Samstagabend von Unbekannten an seiner Wohnungstür mit Reizgas angegriffen und durch einen Schlag auf den Kopf verletzt. Der Betroffene engagiert sich seit langem in der Flüchtlingshilfe und erhielt in den letzten zwei Wochen sehr konkrete Drohungen aus der rechten Szene. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht zum Tathintergrund.

PM Polizei u. aachener-zeitung.de v. 14.2.16

Bei einem Aufmarsch des Mönchengladbacher Pegida Ablegers kam es zu zwei brutalen Angriffen von rechten Hooligans und Neonazis auf mehrere Personen, darunter auch Minderjährige. Die Angriffe erfolgten jeweils durch mehrere Täter. Noch vor Ort wurden Anzeigen wegen schwerer Körperverletzung gestellt.

PM v. MSSQ v. 15.2.16

Auf eine noch unbewohnte städtische Unterkunft für Geflüchtete in Warburg wurden kurz hintereinander zwei Brandanschläge verübt. In der Nacht zu Donnerstag (4.2.) hatten Unbekannte vergeblich versucht, eine Eingangstür in Brand zu stecken. In der Nacht zu Montag (8.2.) mußte die Feuerwehr dann die brennende Holzverkleidung eines Fensters löschen. Die Brandstifter hatten offensichtlich versucht, das Innere des Gebäudes in Brand zu setzen, indem sie eine Fensterverkleidung lockerten und eine brennbare Flüssigkeit hineinschütteten.

westfalen-blatt.de v. 11.2.16

In Jüchen-Bedburdyck wurde am Sonntagnachmittag der Keller einer ehemaligen Gaststätte, die als mögliche Unterkunft für Zuwanderer Verwendung finden soll, in Brand gesteckt. Nach ersten Erkenntnissen wurde ein brennender Gegenstand in einen Zulieferungsschacht des leerstehenden Gebäudes geworfen. Noch am selben Abend meldeten sich vier Jugendliche bei der Polizei und gaben an, für die Tat verantwortlich zu sein. Laut Polizei waren sie zur Tatzeit betrunken und wussten nicht, dass die Kneipe zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden sollte.

PM Polizei v. 7.2.16 und ksta.de v. 26.2.2015

Auf eine Unterkunft für Geflüchtete wurde am Samstagabend aus einem fahrenden Auto heraus mit einer Schreckschusswaffe gefeuert. Gegen 22 Uhr bremste nach Polizeiangaben eine dunkle Limousine in Höhe des Heims und einer der drei Insassen gab aus dem geöffneten Autofenster fünf Schüsse auf zwei minderjährige Geflüchtete ab, die vor der Unterkunft standen. Die Täter konnten unerkannt flüchten. Am Tatort fand die Polizei später die Hülsen einer Schreckschusswaffe.

wn.de v. 7.2.16

Unbekannte steckten am frühen Dienstagmorgen an der Baustelle einer zukünftigen Flüchtlingsunterkunft in Oberhausen-Osterfeld drei aufeinandergestapelte Holzpaletten in Brand, auf die sie eine große Gasflasche gestellt hatten. Die durch einen Wachdienst alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer löschen und eine etwaige Explosion verhindern.

PM Polizei v. 10.2. und derwesten.de v. 2.2.16

In einer Regionalbahn von Duisburg nach Krefeld wurden eine Frau und ihr hörbehindertes Kleinkind durch ein älteres Ehepaar zunächst verbal attackiert und rassistisch beleidigt. Am Hauptbahnhof Krefeld wollte das Ehepaar das Eintreffen der Polizei nicht abwarten. Als die Mutter sie deshalb mit dem Handy zu fotografieren versuchte, wurde sie geschlagen.

Rp-online.de v. 3.2.16

Im Stadtteil Garath wurde die Gründungsversammlung von „Garath stellt sich quer" in einer Freizeiteinrichtung angegriffen. Die Initiative von Anwohner_innen will die alltäglichen Bedrohungen und Probleme mit Nazis im Stadtteil angehen. Rund zwei Dutzend Angreifer, die zuvor an einer rechten Kundgebung teilgenommen hatten, warfen mit Bierflaschen, schlugen, traten und bedrohten die Umstehenden vor der Freizeitstätte. Mindestens zwei Angegriffene sollen leicht verletzt worden sein.

report-d.de v. 1.2.15

Teilnehmer_innen eines Infostandes von „Duisburg stellt sich quer" in der Innenstadt wurden von PEGIDA-Anhängern erst gezielt provoziert und dann mit Gegenständen und Fäusten angegriffen. Die Angegriffenen alarmierten die Polizei und erstatteten Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung.

PM DSSQ v. 30.1.16

Am späten Freitagabend zogen zwei Männer grölend vor eine Geflüchtetenunterkunft. Als sie am Fenster einen Bewohner sahen, brüllten sie ihn an und warfen mit einer Bierflasche nach ihm. Die Scheibe splitterte, der 25-jährige Bewohner blieb zum Glück unverletzt. Anschließend schlugen die Täter mit Stangen auf mehrere Fahrräder ein, die vor dem Haus abgestellt worden waren. Die alarmierte Polizei konnte beide Männer in Tatortnähe stellen.

PM Polizei v. 1.2.16

Zwei 16-jährige Geflüchtete wurden gegen 22 Uhr von drei jungen Männern vor einem Hotel in Englisch angesprochen. Einer der drei Männer sprühte den beiden Jugendlichen dann unvermittelt Reizstoff ins Gesicht. Die Angegriffenen konnten sich in die in die Lobby des Hotels flüchten und wurden später im Krankenhaus ambulant versorgt.

PM Polizei v. 29.1.16

Auf eine Unterkunft für Geflüchtete, in die in einer Woche Familien aus dem Irak und Syrien einziehen sollten, wurde in der Nacht zu Montag ein Brandanschlag verübt. Zwei Drittel des Gebäudes wurden durch das Feuer zerstört. Das letzte Drittel wurde durch Rauch so in Mitleidenschaft gezogen, dass nach Angaben der Stadt kein Teil des Gebäudes mehr bewohnbar ist.

derwesten.de u. www1.wdr.de v. 25.1.16, Landtag NRW DS 16/11695

In der Nacht von Samstag auf Sonntag warfen Unbekannte einen Stein durch ein Fenster im Erdgeschoss einer Unterkunft für Geflüchtete. Der Stein durchschlug die Scheibe und traf eine Person, dies sich im Raum aufhielt, am Bein. Ein weiterer Steinwurf verfehlte die Unterkunft. Ein Bewohner sah zwei Personen auf Fahrrädern flüchten.

PM Staatsanwaltschaft und Polizei v. 25.1.16

Unbekannte steckten am frühen Morgen ein Vereinsheim, das für die Unterbringung von Geflüchteten umgebaut wurde, in Brand. Das Gebäude wurde schwer beschädigt und ist unbewohnbar. In der Nacht zuvor hatten Unbekannte rassistische Parolen und ein Hakenkreuz an die Außenfassade des Gebäudes gesprüht.

PM Polizei v. 21.1.16, ruhrnachrichten.de v. 22.2.16

Ein 31-jähriger Geflüchteter, der mit dem Fahrrad unterwegs war, wurde am Abend von drei Männern vor einer Kneipe aufgehalten und dann angegriffen. Einer der Täter soll dabei einen Gegenstand wie einen Schlagring benutzt haben. Der Syrer wurde im Gesicht verletzt, konnte jedoch auf seinem Fahrrad flüchten. Er wurde später im Krankenhaus behandelt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Bürgerportal Bergisch Gladbach v. 22.1.16

In der Nacht zu Mittwoch warfen Unbekannte einen Stein gegen die Fensterscheibe einer Unterkunft für Zugewanderte in Bad Münstereifel. Ein Zeuge, der durch das laute Knallgeräusch aufgewacht war, sah nur ein Auto, das sich langsam von dem Gebäude entfernte.

PM Polizei v. 20.1.16

Am Dienstag entdeckte der Hausmeister einer Geflüchtetenunterkunft in Ense ein Kleinkaliber-Projektil in einem Fensterrahmen des Gebäudes. Später wurden fünf weitere Projektile gefunden. Wann die Schüsse auf die Unterkunft fielen, ist unklar. Weder die rund 30 Bewohner_innen noch Nachbarn hatten die Schüsse gehört. Bereits in der Bauphase war das Haus mit Hakenkreuzen beschmiert worden.

derwesten.de v. 22.1.16

In der Nacht zum Sonntag drangen Unbekannte in eine Geflüchtetenunterkunft ein und entzündeten in der Küche eine Feuerwerksbatterie. Da sich alle Bewohner_innen zum Tatzeitpunkt um 2:25 Uhr im Obergeschoss befanden, wurde niemand verletzt. Ein Bewohner beobachtete, wie drei mutmaßliche Täter flüchteten.

PM Polizei v. 18.1.16

Ein 19-Jähriger schoss in der Nacht zu Samstag aus einem geöffneten Beifahrerfenster heraus vor einer Asylunterkunft zweimal in die Luft und brüllte dazu rassistische Parolen. Bei der Waffe soll es sich um eine Luftdruckwaffe gehandelt haben. Verletzt wurde niemand. Gegenüber der Polizei gab der alkoholisierte Tatverdächtige an, aus Wut über die Ereignisse der Silvesternacht in Köln gehandelt zu haben.

lz.de v. 18.1.16

Unbekannte Brandstifter haben in der Nacht zu Freitag unterhalb eines Gastankes an der fast fertig gestellten Flüchtlingsunterkunft an der Ruhrorter Straße ein Feuer gelegt. Die von Zeugen informierte Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, sodass kein Personen- oder größerer Sachschaden entstand.

Derwesten.de v. 15.1.16

Zwei Teilnehmer des Pegida-Aufzuges am Duisburger Hauptbahnhof griffen einen schwarzen 18-Jährigen Deutschen an und verletzten ihn so schwer, dass er in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Einsatzkräfte nahmen die beiden Tatverdächtigen noch während der Pegida-Abschlusskundgebung in der Verknüpfungshalle fest.

PM Polizei v. 11.1.2016, rp-online v. 12.1.2015

Ein Unbekannter setzte Sonntagnacht eine stillgelegte Gaststätte mit Brandbeschleuniger in Brand, die gerade als Unterkunft für Geflüchtete umgebaut wurde und bezugsfertig war. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand löschen, es entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro. Eine Zeugin beobachtete einen Mann, der mit einem Fahrrad flüchtete.

PM Polizei v.11.1.16

Einer der vier Flüchtlinge aus Mülheim und Duisburg, die in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin ihr Entsetzen über die Gewalt in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof ausgedrückt haben, wurde rassistisch bedroht. Dem jungen Mann aus Syrien wurde via Handy körperliche Gewalt angedroht. Seine Telefonnummer war auf dem Schreiben an Merkel notiert.

Derwesten.de v. 11.1.16

Eine Gruppe aus Rockern, Hooligans und Türstehern verabredete sich in einer nicht öffentlichen Facebook-Gruppe, um am Sonntagabend in der Kölner Altstadt vermeintliche Flüchtlinge anzugreifen. Mindestens sieben Personen wurden dann laut Polizei gegen 19:00 Uhr von rechten Gruppen angegriffen, zwei davon so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Zahl der Anzeigen könne sich in den nächsten Tagen noch erhöhen, sagte eine Polizeisprecherin. Legitimiert wurde die gezielte Gewalt mit den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof.

Neues Deutschland und Tagesschau.de v. 11.1., PM Polizei v. 10.1.16

Auf eine bewohnte Asylunterkunft hat es einen Brandanschlag gegeben. Eine Polizeistreife entdeckte in der Nacht eher zufällig einen Feuerschein vor dem Gebäude. Unbekannte hatten eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit an der Außenwand des Gebäudes entzündet. Die Beamten konnten das Feuer löschen. Ein Übergreifen des Feuers auf das Gebäude wurde verhindert und Menschen nicht verletzt.

wn.de v. 9.1.16

Teilnehmende einer Pegida-Demonstration in Köln warfen mehrfach Flaschen, Steine und Böller auf Einsatzkräfte der Polizei und Medienvertreter. Mehrere Polizist_innen und ein Journalist wurden dabei nach vorläufigem Kenntnisstand verletzt. Der freie Journalist wurde nach Polizeiangaben mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert. Die Polizei löste die Pegida-Demo vorzeitig auf.

PM Polizei u. express.de v. 9.1.15

Ein 24 Jähriger wurde am Samstagabend auf offener Straße von zwei älteren Männern mit Hunden angegriffen. Die offensichtlich alkoholisierten Angreifer grölten NS-Parolen, stießen ihn zu Boden und bedrohten den am Boden Liegenden. Erst als dieser ebenfalls „Sieg Heil" rief, ließen sie von ihm ab.

PM Polizei v. 12.1.16

Am Samstagabend wurde eine Flüchtlingsunterkunft in Köln-Mülheim mit Pyrotechnik beworfen, dabei ging eine Fensterscheibe zu Bruch. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die von Bewohner_innen alarmierte Polizei konnte noch in Tatortnähe zwei junge Männer (21, 25) als Tatverdächtige festnehmen. Die sichergestellten Leuchtfackeln waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit Pegida-Schriftzügen beklebt.

PM Polizei v. 2.1. u. ksta.de v. 4.1.16

Unbekannte haben auf eine Geflüchtetenunterkunft in Burscheid geschossen. Ein Bewohner, der sich im ersten Obergeschoss des Hauses aufhielt, hörte ein Knallgeräusch an seinem Zimmerfenster und entdeckte später ein ca. 1 cm großes Einschussloch.

Landtag NRW, DS 16/11446

In der Silvesternacht wurde ein 27-Jähriger in der Düsseldorfer Altstadt homophob beleidigt und zusammengeschlagen, nachdem er kurz nach Mitternacht einen seiner Freunde umarmt hatte. Er musste mit einer schweren Verletzung im Gesicht in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Täter konnte nach dem Angriff unerkannt flüchten.

Queerpride.de u. PM Rubicon v. 8.1.16

Kurz nach Mitternacht wurde die Flüchtlingsunterkunft Görresstraße in Leverkusen von mindestens fünf Männern mit Silvesterböllern beschossen. Das Sicherheitspersonal wurde bedroht und massiv beschimpft. Die Polizei konnte am Tatort fünf Tatverdächtige im Alter von 17, 18, 21, 29 und 31 Jahren vorläufig festnehmen. Dabei wurde ein Polizeibeamter verletzt.

Rp-online v. 3.1.16

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