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Chronik 2015

Eine muslimische Studentin wurde am frühen Abend in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofes von zwei bislang unbekannten Männern angegriffen. Die Täter schrien ihr zuerst islamfeindliche und rassistische Parolen zu, dann wurde sie bespuckt und in den Rücken getreten. Sie erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

www.islamiq.de v. 19.12.2015

Ein Elternpaar und ihr drei Monate altes Kind wurden in der Bonner Nordstadt mit einem Brandanschlag bedroht. Ein Unbekannter schrieb in einem Brief: Wir wollen nicht noch einen Türken im Viertel, also packt den Balg und verzieht Euch!" Dann drohte er: „Oder muss die Bude erst fackeln?" Unterzeichnet war der Brief mit „Die Nachbarn", aber die bedrohte Familie hält dies für unwahrscheinlich.

general-anzeiger-bonn.de v. 16.12.15

Am späten Freitagabend wurden in der Düsseldorfer Altstadt mehrere Besucher_innen einer Kneipe angegriffen. Laut Augenzeugen griffen 50 bis 150 Personen aus dem Hooligan- und Nazi-Spektrum gezielt Punks und links aussehende Besucher_innen an. Mindestens sechs Personen wurden dabei verletzt.

derwesten.de v. 22.11.15, rp-online v. 23.11.2015

Nach einer Bombendrohung am frühen Morgen via Sprach-Sms wurde eine Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Wahlscheid evakuiert - 45 Flüchtlinge wurden vorübergehend in einem anderen Haus in Lohmar untergebracht - und mit Sprengstoffspürhunden durchsucht. Verdächtiges wurde nicht gefunden. Noch am selben Abend nahm die Polizei drei Tatverdächtige fest: Dabei handelt es sich um drei Mitarbeiter des Security-Dienstes, der für die Sicherheit an der Unterkunft zuständig ist.

www.ksta.de v. 20.11.15

Ein 35-jähriger Asylbewerber aus Bangladesch wurde am Samstagnachmittag von fünf unbekannten Männern in einem Fußgängertunnel in der Nordstadt brutal zusammengeschlagen. Ohne Vorwarnung schlugen die Angreifer auf den Wehrlosen ein. Als er zu Boden ging traten sie immer wieder auf den Mann ein. Sie flüchteten unerkannt. Das Opfer musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Solinger Tageblatt v. 16.11.15 und Rp-online.de v. 17.11.15

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden mehrere vermeintliche Antifaschist_innen von ca. acht Neonazis angegriffen und zum Teil verletzt: Drei der Angegriffenen wurde auf den Kopf getreten, als sie auf dem Boden lagen. Unter den Angreifern befand sich der einschlägig verurteilte rechte Gewalttäter Falko. W., der in der Vergangenheit an einem Aussteigerprogramm teilgenommen hat.

linksunten.indymedia.org v. 13.11.15

Wegen einer Bombendrohung musste das Gebäude des Volksvereins Mönchengladbach evakuiert und rund 70 Personen vorübergehend in Bussen untergebracht werden. Der Verein sammelt Sachspenden für Bedürftige. In einem Vorraum war am Vormittag eine Tasche mit einem Zettel gefunden worden, auf dem ein Ende der Unterstützung für Flüchtlinge gefordert und auf eine Bombe in der Halle hingewiesen wurde. Alarmierte Sprengstoffexperten fanden keine Bombe und konnten nach mehreren Stunden Entwarnung geben.

PM Polizei Mönchengladbach v. 10.11.2015

Mehrere Kommunalpolitiker in Gangelt (Kreis Heinsberg) haben in den vergangenen Tagen anonyme Briefe mit flüchtlingsfeindlichen Inhalten erhalten, die offenbar in direktem Zusammenhang mit der geplanten Flüchtlingsunterkunft in einer Turnhalle der Gemeinde stehen. Auch der Gangelter Bürgermeister und der Betreiber der Einrichtung sollen derartige Hass-Briefe bekommen haben. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

WDR v. 11.11.2015

Zwei 25 und 30 Jahre alte Asylsuchende wurden am Sonntagabend in einem Park von einem Mann rassistisch beleidigt und bedroht: Der Mann näherte sich ihnen mit einem Schäferhund und zeigte den Hitlergruß. Sie erstatteten Anzeige, der Staatsschutz der Polizei Mönchengladbach nahm die Ermittlungen auf.

PM Polizei Mönchengladbach v. 10.11.2015

Ein 13- und 15-jähriges Geschwisterpaar wurde in einem Essener Park von zwei unbekannten Jugendlichen rassistisch beschimpft und getreten. Um Hilfe gebetene Mitarbeiter einer Gebäudefirma haben nach Angaben der Angegriffenen nur untätig zugeschaut. Erst als ein 20-Jähriger, der zufällig vorbeigekommen sei, sich einmischte, seien die beiden Schläger weggerannt.

Derwesten.de v. 5.11.2015

Marc Becker, Kommunalpolitiker der Piratenpartei in Meerbusch, fand in seinem Briefkasten eine anonyme aber unverhohlene Morddrohung: Stimme der Ratsherr einer weiteren Flüchtlingsunterkunft zu, „bist du der erste der brennt", schreibt in dem Brief eine sich deutlich zum Nationalsozialismus bekennende Person.

Stellungnahme Piratenpartei-Meerbusch u. RP-online v. 4.11.2015

Das Duisburger Netzwerk gegen Rechts berichtet von Hools aus dem HoGeSa-Spektrum, die in der Nacht vermeintliche oder tatsächliche Linke in der Innenstadt angegriffen haben. Eine Person wurde dabei verletzt. Die Angreifer behaupteten, sie von Protesten gegen PEGIDA in Duisburg bzw. HoGeSa in Köln zu kennen.

Duisburger Netzwerk gegen Rechts v. 27.10.2015

Rückreisende der HoGeSa-Kundgebung in Köln griffen am Abend in Bonn den Sprecher der Bonner Linksjugend an. Eine Gruppe von etwa sechs Neonazis unter Führung der bekannten Bonner Rechtsextremen Melanie Dittmer ging laut PM der Bonner Linksjugend am Hauptbahnhof gezielt mit Stöcken, Flaschen, Tritten und Schlägen auf den Politiker los. Erst die alarmierte Polizei konnte ihn in Sicherheit bringen und Schlimmeres verhindern. Der Verletzte musste sich mit Prellungen im Gesicht und einer Gehirnerschütterung in ärztliche Behandlung begeben.

PM die Linke - Kreisverband Bonn v. 27.10.15

In der Nacht zu Dienstag wurde ein Antifaschist in der Aachener Innenstadt von zwei Neonazis mit Faustschlägen und einer Stichwaffe angegriffen. Eine Mütze mit dem Logo des Fußballvereins Alemania Aachen scheint die Angreifer zu dem brutalen Überfall provoziert zu haben. Der Angegriffene konnte fliehen und erlitt zum Glück nur leichten Stichverletzungen an Hand und Unterarm.

PM AZ-Aachen v. 3.11.15

Auf der Baustelle einer Flüchtlingsunterkunft in Köln-Hochkirchen wurde der zuständige Bauleiter mit einem Stein beworfen. Er blieb zum Glück unverletzt, nur ein Firmenwagen wurde durch den Wurf beschädigt. Weil bereits ein Stromgenerator sabotiert wurde und weitere Sabotageakte zur Verhinderung des Baus befürchtet werden, wurden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen realisiert.

Rundschau-online.de v. 20.10.2015

Die Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker wurde am Morgen an einem Wahlkampfstand von einem 44-Jährigen gezielt mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Vier weitere Kölner Politiker_innen wurden bei dem Anschlag zum Teil schwer verletzt. Der Attentäter war in der Vergangenheit in der rechten Szene aktiv. Er gab an, die Kandidatin als Vertreterin einer in seinen Augen verfehlten Flüchtlingspolitik angegriffen zu haben.

NRW gegen rechts v. 17.10.15, WDR u. ksta v. 19.10.2015

Ein 17-Jähriger ist am Samstagmittag in Essen-Altendorf auf der Straße von einem Unbekannten angesprochen und unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Der junge Mann erlitt schwere Gesichtsverletzungen im Stadtteil. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts einer fremdenfeindlichen Straftat.

WAZ v. 11.10.2015

Auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Xanten wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Brandanschlag verübt. Unbekannte drangen in das ehemalige Schulgebäude an der Johannes-Janssen-Straße ein und legten dort mit einer Art Molotow-Cocktail Feuer. Der Staatsschutz ermittelt, da von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgegangen wird.

Rp-online.de v. 5. u. 9.10.2015

Am Rande der Kundgebung von Pegida-NRW wurden Gegendemonstrat_innen von ca. 20 HoGeSa-Anhängern angegriffen. Einige Teilnehmer_innen der Gegenkundgebung wurden dabei verletzt, eine Person erlitt eine Gehirnerschütterung und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Duisburg stellt sich quer v. 29.9.15

Nach einem Aufmarsch von HoGeSa und einer Gegenkundgebung wurden rund 40 Gegendemonstrant_innen in der Essener Innenstadt von über 50 Hooligans mit Baseballschlägern, Stühlen einer Außengastronomie und Böllern angegriffen. Einige der Hooligans versuchten, eine Bar Bar, in der die Angegriffenen geflüchtet waren, zu stürmen und zwei große Scheiben einzuschlagen. Mindestens zwei Personen wurden laut Polizei nach Beendigung des Aufmarsches von Hooligans verletzt: Eine Frau erlitt einen Nasenbeinbruch.

ruhrnachrichten.de u. PM Essen stellt sich quer v. 20.9.2015

Nach Abpfiff eines Kreisligaspiels in Geilenkirchen wurde der Schiedsrichter von Zuschauern und Spielern der Gastmannschaft massiv rassistisch beschimpft, bedroht und mit einer Flasche angegriffen. Auch der Ordnerdienst, der versuchte, den Schiedsrichter sicher zur Kabine zu begleiten, wurde so stark bedrängt, dass die Polizei alarmiert wurde.

PM FC Germania Teveren v. 18.9.2015

Ein Eisenbahnwaggon der Rhein-Sieg-Bahn, der auf einem Nebengleis abgestellt war, wurde in der Nacht bzw. am frühen Morgen mit rassistischen Parolen beschmiert und in Brand gesteckt. Die Gemeinde Wiehl überlegt derzeit, in nicht genutzten Zügen eine Notunterkunft für Flüchtlinge einzurichten.

Wdr1.de u. PM Polizei v. 12.9.15

Eine Flüchtlingsunterkunft in Euskirchen wurde in der Nacht gegen 23:30 Uhr mit Paintball-Waffen beschossen. Bewohner_innen der Unterkunft hatten nach dem Vorfall die Polizei alarmiert. Laut Polizei hielten sich zum Tatzeitpunkt keine Bewohner_innen vor dem Gebäude auf, sodass niemand verletzt wurde.

Ksta.de u. PM Polizei v. 10.9.2015

In Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg) wurde ein Asylbewerber mit einer Flasche angegriffen und am Arm verletzt. Nach Informationen der Aachener Nachrichten wurde der junge Erwachsene am Freitagnachmittag in einem Bus zwischen den Ortsteilen Übach und Boscheln von einem anderen Fahrgast ohne ersichtlichen Grund attackiert.

aachener-nachrichten.de v. 30.8.2015

Rund ein Dutzend rechte und rassistische Parolen grölende Neonazis zogen am Abend durch Oberhausen in Richtung einer geplanten Flüchtlingsunterkunft. Dort sollten am nächsten Tag die ersten Geflüchteten eintreffen. Die alarmierte Polizei stoppte die Randalierer und nahm mehrere Personen wegen volksverhetzender Parolen in Gewahrsam.

Derwesten.de v. 28.8.15

Mitglieder des „Freien Forums Duisburg", die in der Innenstadt Flyer für ein Stadtfest gegen Rassismus und Ausgrenzung verteilten, wurden von mehreren Rechten mit Tritten und Faustschlägen angegriffen. Laut Augenzeugen handelt es sich bei den Angreifern um bekannte Neofaschisten, die wöchentlich an den PEGIDA-Aufmärschen in Duisburg teilnehmen.

facebook.com/FreiesForumDuisburg und WAZ v. 26.8.15

Bei einer Spontandemonstration unter dem Motto „Solidarität mit allen Geflüchteten" in Köln wurden Demonstrierende am Hauptbahnhof von einem Angehörigen der rechten Szene mit einer Flasche beworfen. Die Polizei überwältigte den Angreifer, ein Beamter wurde dabei leicht verletzt.

Newsletter ibs Sept. 2015

Ein 19jähriger Obdachloser wurde auf einem Schulgelände in Alsdorf brutal misshandelt. Das Opfer wurde mit schwersten Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich sowie massiven Verbrennungen an Hand und Oberkörper am frühen Samstagmorgen aufgefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Einer der drei Tatverdächtigen (15 und 19 Jahre) soll zuvor einen Streit mit dem Obdachlosen gehabt haben. Zu dritt seien sie dann nachts auf das Schulgelände gegangen und hätten den dort auf dem Sportplatz campierenden Mann über Stunden misshandelt.

aachener-zeitung.de v. 25.8.15, rp-online v. 26.8.15

Auf einer Bürgerversammlung zur Asylunterkunft in Essen-Frintrop agitierten Neonazis massiv gegen Flüchtlinge. Vor der Gaststätte wurde dann ein Ratsmitglied tätlich angegangen und eine junge Frau mit Reizgas so schwer verletzt, dass sie in ein Krankenhaus gebracht wurde.

PM „Essen stellt sich quer" v. 16.8.15, derwesten.de v. 17.8.15

Gegen 3 Uhr in der Nacht brannten auf dem Hof einer Flüchtlingsunterkunft in Duisburg-Hochfeld Müllcontainer. Der Staatsschutz ermittelt, hat aber bislang keine Hinweise auf Brandstiftung. Die rund 160 Bewohner_innen haben laut Zeitungsbericht seit dem Vorfall Angst und wünschen sich einen Sicherheitsdienst für die Unterkunft.

Ruhrbarone.de und radioduisburg.de v. 8.8.15

Bereits zweimal brannte es in einer leerstehenden Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, in dem die Stadt Wuppertal mehrere Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet hat. In beiden Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus. Verletzt wurde niemand und das Gebäude musste nicht geräumt werden. Anhaltspunkte für eine „fremdenfeindliche Tat" hat die Polizei bislang nicht.

PM Polizei v. 28.7. u. 8.8.15

Eine unbekannte Person schleuderte in der Nacht gegen 04:00 Uhr einen Stein gegen die Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Grundschule an der Friesenstraße in Mönchengladbach-Giesenkirchen. Laut Polizei wollte die Person offensichtlich eine Scheibe einzuwerfen, verfehlte aber das Ziel und traf den Fenstersturz. Drei Frauen, die sich zu dem Zeitpunkt in der dahinter liegenden Küche aufhielten, kamen demnach mit dem Schrecken davon und wurden nicht verletzt.

PM Polizei v. 12.7.15

Am Abend gegen 21:30 Uhr wurde eine Gartenlaube in Brand gesetzt, in der zeitweise ein 23-jähriger Wohnungsloser übernachtet hat. Er war zum Zeitpunkt der Brandstiftung zum Glück nicht vor Ort und wurde deshalb nicht verletzt. Laut Zeugenaussagen ist ein 16-jähriger Jugendlicher für das Feuer verantwortlich. Im Vorfeld der Tat soll es zu Streitigkeiten zwischen dem Tatverdächtigen und dem Wohnungslosen gegeben haben.

PM Polizei v. 19.6.15

In einem Abstellraum des Übergangswohnheims für Flüchtlinge in Lindlar-Frielingsdorf wurden am Freitagabend Matratzen und Sperrmüll angezündet. Sechs Bewohner_innen wurden wegen des Verdachts einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Laut Polizei wurde der Brand vorsätzlich gelegt, Hinweise auf eine „fremdenfeindliche Tat" habe sie aber nicht.

PM Polizei v. 6. u. 8.6.15

Unbekannte drangen am Wochenende in ein Flüchtlingsheim in Wuppertal ein und fotografierten die Räume und Einrichtung. Die Bilder tauchten anschließend auf der Internetseite der Partei „Die Rechte" auf. Die Stadt erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Bereits im April soll es eine ähnliche Aktion in einer anderen Wuppertaler Unterkunft gegeben haben.

WDR-Lokalzeit Berg. Land v. 2.6.15, rp-online v. 1.6.15

In der Nacht zu Sonntag skandierte eine zehnköpfige Personengruppe am Wuppertaler Hauptbahnhof rechte Parolen. Laut Polizei pöbelte die Gruppe nach ihrer Ankunft mit einer S-Bahn umgehend andere Reisende an, anschließend kam es zu Übergriffen auf Polizeikräfte auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Polizei konnte fünf Tatverdächtige im Alter von 19 bis 26 Jahren festnehmen und Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung sowie Landfriedensbruch einleiten. Die polizeilich bereits bekannten Tatverdächtigen werden der "Wuppertaler Fußball-Problemfanszene" zugerechnet.

PM Polizei v. 26.05.2015

Ein 17-Jähriger wurde am Samstagmittag an einer Bushaltestelle von einem zunächst unbekannten Mann rassistisch beschimpft und bedroht. Der Angreifer zog plötzlich ein Klappmesser aus der Tasche und stieß damit in Richtung des Jugendlichen, ohne ihn zu treffen. Am späten Samstagabend wurde der Jugendliche erneut von demselben Mann bedroht. 10 Tage später griff der Mann den Jugendlichen bei einem zufälligen Zusammentreffen in Eilendorf mit einem Metallstab an und verletzte ihn leicht. Die alarmierte Polizei konnte einen 22-jährigen Tatverdächtigen festnehmen.

PM Polizei Aachen v. 13. und 21.5.15

Am Kölner Rheinufer wurden am Samstagnachmittag mehrere Männer von 13 Personen des rechten Spektrums mit rassistischen Parolen angepöbelt und mit einer abgebrochenen Bierflasche bedroht. Passant_innen eilten den Angegriffenen zu Hilfe und alarmierten die Polizei. Diese nahm die 13 Angreifer vorläufig fest. Die Geschädigten hatten den Tatort zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen.

PM Polizei v. 12.4.2015

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ein 53-jähriger Mann in der Nähe des Autonomen Zentrums Wuppertal von mehreren Tätern angegriffen und mit zahlreichen Messerstichen in den Rücken lebensgefährlich verletzt. Zuvor hatten laut Augenzeugen drei Männer versucht, Besucher_innen mit Hogesa-Sprüchen zu provozieren. Laut Staatsanwaltschaft gibt es drei Tatverdächtige, von denen einer in U-haft sitzt, geständig ist und durch rechte Gewalt bereits in Erscheinung getreten ist.

PM AZ v. 13. und 24.4.2015 und vice.com v. 28.4.2014

Eine Kirchengemeinde in Duisburg-Walsum wurde auf Facebook wegen ihres Engagements für Flüchtlinge vor Ort massiv angefeindet. In einigen Kommentaren wurde Gewalt gegen neuankommende Flüchtlinge angedroht - teils mit vollem Namen. Nach mehreren Anzeigen anderer User nahm die Polizei die Ermittlungen auf.

derwesten.de v. 10.4.2015

Fünf Jugendliche bewarfen eine Unterkunft für Asylsuchende mit Steinen. Dabei wurden Fenster und Türen beschädigt.

Zeitonline.de v. 3.12.2015

Eine neu eingerichtete Notunterkunft für Asylbewerber in Langenfeld wurde mit rassistischen Parolen beschmiert. Die Sprüche auf der Wand des Gebäudes enthielten zudem Drohungen gegen den Bürgermeister.

rp-online.de v. 18.3.2015

Unbekannte drangen am Freitag in die Wohnungen einer türkischen und einer libanesischen Familie ein und beschmierten dort die Wände mit Hakenkreuzen. Bereits einige Wochen zuvor gab es rechte Schmierereien am Gebäude des alevitischen Kulturvereins in Essen-Altendorf und anderen Gebäuden in der Umgebung.

derwesten.de v. 16.03.2015 und PM der Stadt Essen v. 18.03.2015

Nach der Dügida-Demo am Montag wurde ein Mitarbeiter der Jugendorganisation „SJD - Die Falken" von einer Gruppe rechter Hooligans angegriffen und durch Fußtritte leicht verletzt. Die Angreifer_innen (3 Männer, zwei Frauen) durchkämmten offensichtlich gezielt die S-Bahn auf der Suche nach Teilnehmenden der Gegenproteste. Die durch Mitreisende alarmierte Polizei konnte am S-Bahnhof Rath-Mitte die Tatverdächtigen feststellen. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung bzw. gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

DSSQ-Presse-Erklärung und rp-online v. 10.3.15

Eine 20-Jährige wurde am frühen Morgen im Stadtteil Bilk von einem Mann angegriffen. Ein etwa 40-jähriger Fahrgast hatte die Frau zunächst in einem Bus beleidigt. Nach dem Ausstieg verfolgte er sie, schubste sie unvermittelt von hinten zu Boden und trat nach ihr. Die Polizei vermutet einen „fremdenfeindlichen" Hintergrund.

PM Polizei und derwesten.de v. 6.3.2015

Der Vorsitzende des Remscheider Behindertenbeirates, der sich gemeinsam mit dem Bündnis „Remscheid Tolerant" für Flüchtlinge vor Ort engagiert, wurde von einem Pro-NRW-Demonstranten unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Einen Tag später erhielt er eine anonyme E-Mail mit einer weiteren Gewaltandrohung.

rp-online.de v. 5.3. u. wdr.de v. 6.3.2015

Aus den Reihen der "Dügida"-Demonstranten wurden Pressefotografen angegriffen und bedroht. Laut Augenzeugen soll zudem eine junge Frau von Rechten im Bahnhof angegriffen worden sein, die dann aber von der Polizei attackiert und festgesetzt wurde.

Rp-online.de v.2.3.15, neue-duesseldorfer-online-zeitung v. 3.3.15

Mutmaßliche Hogesa-Anhänger skandierten am Samstag gegen 17 Uhr im Eigelsteinviertel Nazi-Parolen und warfen Bierflaschen auf Personen, die sie offenbar dem linken Spektrum zuordneten. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die von der Polizei festgenommenen vier Männer (26, 38, 38, 39) und eine Frau (33) müssen sich u. a. wegen versuchter Körperverletzung verantworten.

ksta.de v. 1.3.2015

Ein Teilnehmer der rechten „Dügida"-Demonstration griff im Düsseldorfer Hauptbahnhof einen Gegendemonstranten an und verletzte diesen durch einen brutalen Kopfstoß erheblich im Gesicht. Der Täter wurde festgenommen, laut Aussagen von Polizisten vor Ort soll die Gewalttat auf Polizeivideos dokumentiert sein. Zudem meldeten sich mehrere Augenzeugen bei der Polizei.

report-d.de v. 3.2.15

Zwei schwarze Franzosen, die Köln besuchten, wurden am Abend von einer Gruppe Nazis mit Flaschenwürfen angegriffen, zum Glück aber nicht verletzt. Die von der Polizei festgenommenen acht tatverdächtigen Männer sollen aus dem Umfeld der mittlerweile verbotenen Kameradschaft Aachener Land bzw. der Partei „die Rechte" stammen. Sie gaben bei der Festnahme an, zu der (bereits am Vortag abgesagten) „Kögida"-Veranstaltung zu wollen.

PM Polizei v. 28.1.15, report-k.de v. 29.1.15

Eine mit Schlagstöcken bewaffnete und mit Mützen und Schals maskierte Gruppe von sieben jungen Männern griff am frühen Abend in Wassenberg drei Asylbewerber an einer Bushaltestelle an. Einer der Angegriffenen wurde dabei schwer verletzt. Zeug_innen alarmierten die Polizei, die anschließend einen der Tatverdächtigen in Tatortnähe festnehmen konnte: Der 17-Jährige aus Wassenberg soll als Sympathisant der rechten Szene bekannt sein.

Aachener-zeitung.de v. 29.1.15

Vor einer erst kürzlich eröffneten Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Blumenberg (Bezirk Chorweiler) randalieren fünf angetrunkene Jugendliche. Sie grölten rassistische Parolen in Richtung der Flüchtlinge und lieferten sich ein Wortgefecht mit dem Sicherheitsdienst. Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung und Beleidung.

ibs-Newsletter März 2015

Eine Rechtsanwältin, die sich zusammen mit anderen Anwohner_innen gegen „Dügida" engagiert, wurde im Internet von „Dügida"-Anhänger_innen massiv rassistisch beschimpft und - indirekt - mit dem Tod bedroht. Unklar ist bislang, ob auch Aufbruchspuren an der Haustür mit diesen Drohungen in Verbindung stehen.

WDR-Lokalzeit und Bild v. 27.1.15

Rund 50 teils vermummte Personen aus dem rechten Spektrum versuchten offensichtlich am Sonntagabend eine Gedenkveranstaltung für die NSU-Terroropfer in der Kölner Probsteigasse anzugreifen. Rund 30 von ihnen konnte die Polizei in der Nähe der Veranstaltung festsetzen. Bei der Durchsuchung fand die Polizei Elektroschocker, Schlägerhandschuhe und Tränengas. Gegen eine Person wurde Strafanzeige gestellt.

WDR u. rundschau-online.de v. 19.1.2015

Ein Asylbewerber wurde am frühen Sonntagmorgen auf dem Essener Hauptbahnhof von einem 24-jährigen Mann aus Mönchengladbach angegriffenen, mit Springerstiefeln getreten und erheblich verletzt. Durch Zeugen verständigte Rettungskräfte sowie ein Notarzt versorgten den 34-Jährigen auf dem Bahnsteig und brachten ihn in ein Krankenhaus. Der Täter wurde festgenommen. Er ist mehrfach wegen Gewaltstraftaten und Volksverhetzung polizeilich in Erscheinung getreten.

PM Bundespolizeidirektion Sankt Augustin u. rp-online.de v. 19.1.2015

Die im Bau befindliche Moschee in Dormagen wurde erneut mit Hakenkreuzen und Nazi-Parolen beschmiert. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen den mutmaßlichen Täter gegen fünf Uhr am Sonntagmorgen.

rp-online v. 20.1.15

Eine Party der antirassistischen Ultra-Gruppe "Kohorte" wurde gegen 3 Uhr morgens von rund 20 Personen der rechten Szene angegriffen. Mitglieder der Gruppen Division Duisburg, Toastbrot Duisburg (TBDU), Neudorfer Aktionsfront (NAF), Nationaler Widerstand Duisburg (NWDU) sowie weitere fußballfremde Personen aus der rechten Szene versuchten sich mit Faustschlägen, dem Werfen von Stühlen und dem Einsatz von Pfefferspray Zutritt zur Veranstaltung zu verschaffen.

stimmungsblock.blogspot.de v. 20.1.15

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