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Chronik 2014

Der Rohbau einer Moschee in Dormagen wurde in der Nacht zu Sonntag von unbekannten Tätern an etwa 40 bis 50 Stellen mit Hakenkreuzen, rechten und islamfeindlichen Parolen beschmiert. Zeugen entdeckten die einen Quadratmeter großen Hakenkreuze am Morgen und alarmierten die Polizei. Am Sonntag versammelten sich am Tatort spontan rund 300 Menschen zu einer Solidaritätskundgebung.
Bereits ein Jahr zuvor waren am Tor des Moscheebaus Hakenkreuze gesprüht worden.

Express.de v. 21.12. u. rp-online.de v. 22.12.14

Zwei 18-jährige Männer wurden in den frühen Morgenstunden auf dem Weg in Richtung Bahnhof aus einer Personengruppe heraus rassistisch beschimpft. Als die jungen Männer den Haupttäter wegen seiner Beleidigungen zur Rede stellen wollten, schlug dieser einem der Männer mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Die Polizei nahm den 25-jährigen Angreifer aus Mönchengladbach vorläufig in Gewahrsam und ermittelt wegen einer „fremdenfeindlichen" Straftat.

PM Polizei v. 30.11.14

Ein US-amerikanischer Tourist wurde am späten Samstagabend im Kölner Hauptbahnhof von einer Gruppe Jugendlicher überfallen, antisemitisch beschimpft und ausgeraubt. Der 37-Jährige hatte die Jugendlichen nach dem Weg zu seinem Gleis gefragt und war unvermittelt angegriffen worden. Die Täter flüchteten unerkannt mit dem Portemonnaie und den Reisedokumenten des Opfers.

PM Polizei u. ksta.de v. 4.11.14

Bei der Demonstration der sog. „Hooligans gegen Salafisten" kam es am Sonntag zu schweren Ausschreitungen von Neonazis und rechten Hooligans in Köln. Augenzeugen berichteten von regelrechten Straßenschlachten mit der Polizei und Jagdszenen im Hauptbahnhof, bei denen nicht nur Polizist_innen, sondern auch Passant_innen und Journalist_innen angegriffen und verletzt wurden. Darüber hinaus soll es in Zügen zu rassistischen Bedrohungen gekommen sein.

www.ksta.de v. 26.10.14, Nrw-rechtsaußen u. linksunten.indymedia.org v. 27.10.14, FOCUS v. 1.11.14

Mitglieder der Linksjugend [solid], die auf dem Marktplatz Grevenbroich einen Infostand zu den Themen Rechtsextremismus und Asylpolitik durchführten, wurden von einem zunächst unbekannten Mann angegriffen. Dieser drohte, mit Verstärkung wiederzukommen und die Aufklärungsaktion gewaltsam zu beenden. Die alarmierte Polizei konnte den Täter ermitteln und nahm ihn in Gewahrsam.

PM Linksjugend Grevenbroich v. 17.10.14

Am Freitagabend wurde das Musikcafé Limes von Mitgliedern des Fanclubs „Bande Bonn Ultras" und Neonazis angegriffen. Die Angreifer warfen laut Zeug_innen mit Barhockern und schlugen einen Gast nieder. Später sollen sie Gäste in einer weiteren Kneipe bedroht haben.

PM antifabonn v. 5.10.2014

Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma haben in mindestens drei Unterkünften in NRW Flüchtlinge misshandelt und geschlagen. Bekannt wurden Übergriffe in Burbach, Bad Berleburg und Essen. Mehrere Flüchtlinge der Unterkunft im Essener Opti-Park berichten von Schlägen und Demütigungen durch Mitarbeiter des Wachdienstes. Laut Polizei Essen sind dort in den vergangenen zwei Wochen drei Anzeigen wegen Körperverletzung eingegangen.

WDR v. 29.09.2014

Im Essener Stadtteil Holsterhausen wurden am Abend zwei Passanten rassistisch beleidigt und bedroht. Die drei Täter wurden von der Polizei gestellt. Gegen die „einschlägig" bekannten Personen wurden Strafanzeigen erstattet.

PM Polizei Essen v. 22.8.14

Auf die Synagoge in Wuppertal-Barmen wurde in der Nacht zu Dienstag ein Anschlag mit Brandsätzen verübt. Eine Anwohnerin alarmierte gegen zwei Uhr morgens die Polizei, die in der Nähe des Gebäudes einen 18-jährigen Tatverdächtigen festnehmen konnte, der sich selber als Palästinenser bezeichnete. Zwei weitere Täter konnten fliehen. Die auf den Eingangsbereich geschleuderten Brandbomben explodierten zum Glück nicht. Bereits am Wochenende hatten Unbekannte die Fassade der Synagoge beschmiert.

Rp-online.de, fr-online.de, WDR v. 29.7.2014

Am Donnerstagabend fanden Polizisten auf einer Facebookseite Hinweise auf einen für drei Uhr in der Nacht geplanten Anschlag auf die Alte Synagoge im Essener Zentrum. Zwei Stunden vor der angekündigten Zeit fuhr ein Wagen an der Synagoge vorbei, in dem vier Männer saßen. In Richtung Polizei sollen sie gerufen haben, dass man sich "später wiedersehe". Daraufhin wurden sie vorläufig festgenommen. Bereits eine Woche zuvor (18.7.14) hatte die Polizei 14 Personen unter dem Verdacht festgenommen, einen Anschlag auf die Alte Synagoge geplant zu haben.

rp-online v. 26.7.14, derwesten.de v. 18.7.14

Nach dem WM-Spiel Deutschland - Frankreich zeigten rechte Hooligans und Neonazis den Hitlergruß, schwenkten die Reichskriegsflagge und griffen Antifaschist_innen und Besucher_innen einer Kneipe an. Als ein Antifa-Aktivist die anwesende Polizei auf die Delikte aufmerksam machen wollte, wurde er aus der Gruppe angegriffen. Er floh in eine nahe gelegene Szene-Kneipe, die daraufhin von rund 50 Rechten attackiert wurden. Dabei wurden mehrere Angegriffene verletzt. Zu den identifizierten Tätern gehört nach Polizeiangaben ein „hochrangiges Mitglied der Partei ´Die Rechte´ in NRW".

az-aachen.de v. 6.7.14, taz.de u. PM Polizei v. 8.7.14

Am Rande des U17-Pfingstturniers in Amtzell (Baden-Württemberg) wurde ein Nachwuchsspieler von Borussia Mönchengladbach erst rassistisch beleidigt und dann angegriffen. Borussias Physiotherapeut, der sich den Angreifern in den Weg stellte, wurde ebenfalls attackiert und verletzt. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Die alarmierte Polizei nahm die beiden jugendlichen Täter fest.

Rp-online.de v. 13.6.2014

Am Sonntagabend wurde der Bürgermeisterkandidat der Linken, Tomás Santillán, mit einem Messer angegriffen, als er in Refrath beschädigte Wahlplakate seiner Partei neu befestigen wollte. Der Angreifer beschimpfte den Politiker als „Missgeburt" und zeigte mit dem Hinweis, „dies sei die richtige Partei" mehrfach auf ein Plakat der NPD. Die alarmierte Polizei ermittelt gegen den 27-jährigen polizeibekannten Angreifer wegen des Verdachtes einer politisch motivierten Tat.

Ksta.de v. 19.5.14

Unbekannte besprühten in der Nacht den Pkw eines Kneipeninhabers mit Hakenkreuzen und rechten Parolen. Das Lokal „Limes Cologne", das sich in der Vergangenheit an Initiativen gegen Rechts beteiligte, war bereits mehrfach Attacken von Neonazis (Aufkleber-Aktionen, Drohanrufe, Sachbeschädigungen) ausgesetzt. Schockierend und nicht hinnehmbar sei, so der Inhaber, dass diese Aktionen nun auf den Privatbereich ausgedehnt würden. Von der Polizei forderte er, dass die Tat eindeutig als der Kölner Neonazi-Szene zuzuordnende Aktion eingestuft werde.

Ksta.de v. 19.5.14

Die Fraktionsvorsitzende der Liste Undogmatischer StudentInnen im Studierendenparlamant (LUST) wurde bei einen Wahlkampfstand der AFD von Torsten Lange angegriffen. Die Studentin hatte beim Vor­bei­ge­hen einen klei­nen Papp­kar­ton mit Wer­be­ma­te­ria­li­en vom Tisch geschoben und war danach von dem ehemaligen PRO-NRW´ler und jetzigem Unterstützer der AFD mit Fäusten und Knien angegriffen und verletzt worden. Die Studentin erstattete An­zei­ge wegen Kör­per­ver­let­zung, woraufhin der Beschuldigte eben­falls eine An­zei­ge auf denselben Tat­be­stand stellte.

linksunten.indimedia.org v. 10.5.14

Unbekannte beschossen gegen 10 Uhr die Flüchtlingsunterkunft in Essen-Frintop mit Metallkugeln und beschädigten die Glasscheiben. Als die alarmierte Polizei den Tatort untersuchte, landete in ihrer Nähe noch eine abgefeuerte Schraubenmutter. Dabei handelt es sich um den dritten Angriff dieser Art: Das ehemalige Schulgebäude an der Straße Im Neerfeld war bereits im Oktober 2013 zweimal mit Stahlteilen beschossen worden.

PM Polizei Essen und derwesten.de v. 21.3.14

Eine 43jährige Frau wurde am Samstagabend in einer Regionalbahn von Fußballfans massiv rassistisch beleidigt und sexistisch angegriffen. Bei den Tatverdächtigten handelt es sich um zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, die als Fans von Borussia Mönchengladbach gekleidet waren. In Mönchengladbach-Herrath gelang der Angegriffen die Flucht aus dem Zug. Sie alarmierte die Polizei, während die Täter_innen weiter mit dem Zug in Richtung Aachen fuhren.

PM Polizei Möchengladbach und aachener-zeitung.de v. 12.3.2014

Ein Mitglied der Linksjugend SOLID wurde an einem Infostand von Pro NRW von einem Pro-NRW´ler zu Boden gerissen und geschlagen. Er habe zu schlichten versucht, als ein dunkelhäutiger Junge daran gehindert worden sei, sich einen Flyer von dem Stand zu nehmen. Mehr als 100 Protestierende sollen schließlich veranlasst haben, dass der Stand vorzeitig abgebrochen wurde.

General-anzeiger-bonn.de u. express.de v. 7.3.14

Am Rosenmontag wurde ein 40-jähriger Mann gegen 22:00 Uhr von einer Gruppe kostümierter Männer in Bonn Bad Godesberg rassistisch bedroht und angegriffen. Die fünf bis sechs Unbekannten stellten sich ihm mit aggressiven Äußerungen in den Weg, zwei der Männer schlugen dann unvermittelt zu und verletzten den Angegriffenen erheblich. Da ein „fremdenfeindlicher Hintergrund" nicht ausgeschlossen ist, übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen.

PM Polizei Bonn v. 12.3.2014

Am Mittwochmorgen brannte es zum dritten Mal in der Asylbewerber-Unterkunft in der Elisabethhütte. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Bereits am 4. und 12. Dezember hatte es dort gebrannt. Beim ersten Brand ging die Polizei davon ausging, dass ein Bewohner das Feuer selbst gelegt hatte. Beim zweiten Brand wurde ein technischer Defekt vermutet. Die Brandursache des dritten Feuers ist noch unklar, ein technischer Defekt scheint aber ausgeschlossen. Keine Angaben können laut Polizei gemacht werden, ob ein „fremdenfeindlicher" Hintergrund vorliegt. Der dafür zuständige Staatsschutz sei aber nicht informiert worden.

Kölnische Rundschau v. 13.2.2014, Kölner Stadtanzeiger v. 13.2.2014, 4. und...

Nach mehreren Bränden im Außenbereich des Asylbewerberheimes in Heiligenhaus wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag Matratzen im zweiten Obergeschoss und im Treppenraum des Erdgeschosses in Brand gesetzt. Ein Bewohner erlitt dabei eine leichte Rauchvergiftung. Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus.

derwesten.de v. 20.1.2014

Das Autonome Zentrum Aachen (AZ) wurde am Abend von rund 20 teilweise vermummten und bewaffneten Neonazis angegriffen. Einer Stellungnahme des AZ zufolge warfen die Angreifer Straßenpoller in den Eingangsbereich des Zentrums und Holzlatten auf anwesende Personen. Auf der Straße sei es zu weiteren Angriffen der Rechten mit Flaschen und Holzlatten gekommen. Die Polizei nahm später sieben Männer im Alter von 22 und 27 Jahren fest, die teils als Rechtsaktivisten polzeibekannt sind. Gegen diese wurde ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet.

PM Autonomes Zentrum, aachener-nachrichten.de und lap-aachen.de v. 7.1.2014

In der Silvesternacht kam es im Ortsteil Esch-Auweiler zu einer Schlägerei unter zehn bis 15 alkoholisierten Personen mit mehreren Verletzten. Laut einer Zeugin sollen Neonazis zuvor rechte Parolen gebrüllt haben. Ein Beteiligter wurde mit einem Messer niedergestochen und mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Ein Behördensprecher bestätigte, dass mindestens ein Mitglied der Autonomen Nationalisten beteiligt war.

ksta.de v. 02.01.2014

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