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Chronik der Gewalt

Wir dokumentieren nachfolgend rechte, rassistische und antisemitische Gewalt, Bedrohungen und Einschüchterungsversuche in NRW. Die Liste beruht ausschließlich auf öffentlich zugängliche Meldungen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

In der Nacht wurde ein 29jähriger Politiker („Die Partei“) und Antifaschist überfallen und so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Als Angreifer wurde ein bekannter Neonazi identifiziert. Ein zweiter Tatbeteiligter hielt während des brutalen Überfalls den Begleiter des Angegriffenen fest und hinderte ihn daran zu helfen.

linkes-forum.de u. RGA v. 1.3.17

Eine Gruppe von 13 Kindern und Jugendlichen (12-17 Jahre) brach in ein gerade renoviertes und vor der Eröffnung stehendes Hotel ein, verwüstete die Inneneinrichtung, stahl Einrichtungsgegenstände und beschmierte die Wände u. a. mit Hakenkreuzen und Beleidigungen. Laut Polizei sollen die Kinder und Jugendlichen nicht gewusst haben, dass die Betreiber des Hotels Syrer sind.

WDR v. 14.02.2017, PM Polizei v. 16.2.17

Am Sonntagabend wurde ein dreijähriger Junge aus Syrien von Unbekannten mit einem Luftgewehr angeschossen und erheblich verletzt. Das Kind war mit seinen Eltern zu Besuch bei Bekannten und wurde auf dem Weg vom Auto ins Haus beschossen. Der Hintergrund der Tat ist laut Staatsanwaltschaft noch unklar, die Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen.

Rp-online.de u. westfalen-blatt.de v. 7.2.17

Nach Aussage eines Zeugen wurden am Sonntagmorgen zwei bislang unbekannte Personen in einer U-Bahn von einer sechsköpfigen Gruppe junger Männer angegriffen. Als die Polizei eintraf, waren die beiden Opfer, darunter ein Mann, der geschlagen und getreten worden sein soll, bereits ausgestiegen. Drei der Tatverdächtigen gehören laut Polizei zur Dortmunder rechten Szene. Einen rassistischen Hintergrund der Tat schließt die Polizei nicht aus.

Waz.de u. lokalkompass.de v. 6.2.17

Auf eine von rund 25 Geflüchteten bewohnte Unterkunft in Drensteinfurt wurde in der Nacht zu Samstag ein Brandanschlag versucht. Ein Anwohner hatte ein Feuer vor dem Haus bemerkt und den Brand gemeldet. Als die Feuerwehr eintraf, waren die Flammen bereits erloschen. Personen wurden nicht verletzt. Bis auf Rußspuren an der Fassade entstand kein Sachschaden. Aufgrund der Spuren geht die Polizei von einer versuchten schweren Brandstiftung aus.

PM Polizei v. 5.2.17 und wa.de v. 7.2.17

Auf ein bosnisch-islamisches Gemeindezentrum wurde in der Nacht zu Mittwoch ein Brandanschlag verübt. Unbekannte benutzten nach ersten Erkenntnissen Brandbeschleuniger. Die von einem Passanten alarmierte Feuerwehr konnte den im Untergeschoss schlafenden Imam zum Glück unverletzt ins Freie bringen und das Feuer schnell löschen. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes „in alle Richtungen“.

islamiq.de v. 1.2.17 u. westfalen-blatt.de v. 2.2.17

Zwei Besucher_innen des Autonomen Zentrums (AZ) Aachen wurden am späten Abend von zwei männlichen Personen attackiert, die mit Teleskopschlagstöcken bewaffnet waren: Die Besucher_innen wurden von der offensichtlichen Neonazis als „scheiß Zecken“ betitelt und einige Meter verfolgt. Laut AZ kam es in den letzten Monaten mehrere Male zu solchen Angriffsversuchen.

PM des AZ u. linksunten.indymedia.org v. 26.1.17

Im Keller einer Geflüchtetenunterkunft wurden am Donnerstagmittag ein Kinderwagen und Stühle in Brand gesetzt. Die Bewohner_innen konnten das Haus rechtzeitig und unverletzt verlassen. Nach ersten Ermittlungen wird von einer vorsätzlichen Brandstiftung ausgegangen und ein „fremdenfeindliches“ Motiv nicht ausgeschlossen.

WDR u. nw.de v. 6.1.17

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